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BSC Hastedt aus Bremen: 80 Millionen Euro Ablöse: Der witzigste Tweet zum Hernández-Transfer kommt von Amateur-Klub

Der BSC Hastedt ist ein kleiner Verein, der in der Bremen-Liga kickt. In einem Tweet über den Hernández-Transfer zum FC Bayern hat der Verein vorgerechnet, was er sich für die 80 Millionen Euro alles leisten könnte.

Lucas Hernández Transfer

Lucas Hernández wechselt für eine Transfersumme von 80 Millionen Euro zum FC Bayern, während die Mannschaft des Amateur-Klubs BSC Hastedt von solchen Summen nur träumen darf.

Getty Images / Picture Alliance

Der BSC Hastedt aus Bremen dürfte einigen Fußball-Kennern noch ein Begriff sein. Im August des vergangenen Jahres brachte es der Klub zu landesweiter Aufmerksamkeit, als er in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 1:11 gegen Borussia Mönchengladbach unterging. Dennoch war allein die Teilnahme am Pokal-Wettbewerb ein Erfolg, schließlich ist der BSC in den vergangenen Jahren von der Kreisliga in die fünfte Liga aufgestiegen.

Der Klub ist in einer Fußball-Welt zu Hause, die Lichtjahre entfernt ist vom Millionen-Betrieb der Bundesliga bzw. von den Sphären, in denen sich ein FC Bayern bewegt. "Moin Kinners" heißt es auf der Homepage zur Begrüßung der Besucher. Man pflegt einen gewissen Amateur-Stolz bei den Bremern - in Abgrenzung zum Bling-Bling-Betrieb im internationalen Fußball. Um den Unterschied zwischen den beiden Welten zu verdeutlichen, haben sie beim Bremer Stadtteilklub aus Spaß mal vorgerechnet, was man dort mit den 80 Millionen Euro alles finanzieren könnte, die die Münchner für den französischen Verteidiger Lucas Hernández an Atlético Madrid überweisen.

Spielbetrieb wäre 900 Jahre lang gesichert

Der Spielbetrieb aller BSC-Mannschaften inklusive Jugend wäre demnach für 900 Jahre gesichert und man könnte sich ein neues Stadion mit 12.500 Plätzen bauen. Derzeit spielt man in einem Ausweichstadion mit 2500 Zuschauern - immerhin auf Rasen, der Verein selbst verfügt nur über einen kleinen Kunstrasenplatz. 

Den Hastedtern bleibt aber auch in Zukunft nichts anderes übrig, als bescheiden zu bleiben. Nicht mal einen Aufstieg in die Regionalliga könnte man sich leisten, sagte der Vorsitzende Kai Wilkens im vergangenen Jahr dem TV-Magazin "Buten & Binnen": "Das ist völlig utopisch für uns." Immerhin spülte die Teilnahme am DFB-Pokal 115.000 Euro in die Kasse, hinzu kam eine fünfstellige Summe aus den Zuschauer-Einnahmen. Aber von 80 Millionen darf man ja mal träumen.

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