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Premier League Manchester United macht große Verluste


Der englische Fußball-Club Manchester United hat im abgelaufenen Geschäftsjahr große Verluste eingefahren. Der ebenfalls hochverschuldete FC Liverpool wird verkauft und bekommt einen neuen Besitzer.

Der 18-malige englische Fußball-Meister Manchester United hat in dem am 30. Juni abgelaufenen Geschäftsjahr tiefrote Zahlen geschrieben. Wie der Premier-League-Club am Freitag mitteilte, weist der Geschäftsbericht für die vergangene Saison ein Minus von 83,6 Millionen Pfund (95,4 Millionen Euro) aus. Zwar lag der operative Gewinn des Vereins bei knapp 101 Millionen Pfund (115,5 Millionen Euro). Doch Zinsrückzahlungen und Umschuldungen führten zu dem enormen Verlust.

Im vergangenen Jahr hatte der Verein noch einen Gewinn von 25,5 Millionen Pfund (29,1 Millionen Euro) erwirtschaftet - allerdings nur wegen des Verkaufs seines Stars Cristiano Ronaldo an Real Madrid für knapp 80 Millionen Pfund (90 Millionen Euro).

Der US-Unternehmen Malcolm Glazer hatte 2005 für 800 Millionen Pfund (damals rund 1 Milliarden Euro) den Club gekauft. Die Kredite für den Erwerb übertrug die Eigentümerfamilie auf United. Die Fans des nach Angaben des US-Magazins "Forbes" mit 1,8 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) wertvollsten Fußball-Clubs der Welt protestieren bereits seit langem gegen Glazer. Einen Verkauf lehnt der Amerikaner aber ab.

Liverpool bekommt neuen Besitzer


Manchester United ist nicht der einzige Club in der englischen Premier League, der hohe Verluste schreibt. Unter anderem haben Manchester City, der FC Liverpool und Meister FC Chelsea in der Vergangenheit immer wieder ein dickes Minus erwirtschaftet, die Millionen ihrer Besitzer bewahrten sie jedoch vor der Pleite.

Der hoch verschuldete und sportlich angeschlagene Rekordmeister FC Liverpool hat mittlerweile neue Besitzer gefunden. Am Mittwoch hatte der Vorstand der "Reds" einem Angebot des amerikanischen Unternehmens New England Sports Ventures (NESV) zugestimmt, dem unter anderem das Baseballteam Boston Red Sox gehört. Der Preis soll bei 300 Millionen Pfund (346 Millionen Euro) liegen. Jetzt hat auch die Premier League den Deal genehmigt.

Die bei den Liverpool-Anhängern verhassten Besitzer Tom Hicks und George Gillett hatten den Verein Anfang 2007 für rund 174 Millionen Pfund (rund 200 Millionen Euro) übernommen, den Kauf aber ausschließlich mit Schulden finanziert. Die Verbindlichkeiten beliefen sich auf 351,4 Millionen Pfund, als Hicks und Gillett den Verein diesen April für 600 Millionen Pfund wieder zum Kauf anboten.

DPA/tis DPA

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