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Champions League: Niederlage gegen Bayern: PSG-Präsident schimpft über sein Team

Die Niederlage gegen die Bayern tat weh: Paris Saint-Germain hat in München schmerzlich erfahren, dass auch der teuerste Kader der Welt kein Garant für Erfolge ist. Das ärgert vor allem den PSG-Präsidenten.

Paris SG Nasser Al Khelaifi

Ist sehr, sehr unzufrieden mit dem Spiel gegen die Bayern: der Präsident von Paris SG, Nasser Al-Khelaifi

Nasser Al-Khelaifi nimmt seinen Job als Präsident von sehr ernst. Er ist nicht einfach der verlängerte Arm der katarischen Herrscherfamilie, um die Millioneninvestitionen in den Klub zu überwachen. Der Mann war als Tennisprofi selbst ein echter Sportsmann und will Erfolg - auch als Präsident des derzeit reichsten Fußball-Klubs der Welt. Deshalb hat ihn die klare 1:3-Niederlage gegen die Bayern besonders geärgert, nachdem Paris die Münchner im Hinspiel noch demontiert hatte.

Zwar sei nach der Pause besser gewesen, sagte er nach dem Spiel, "aber nicht gut genug, um unentschieden zu spielen. Es war ein großes Spiel, wir haben gegen einen großen FC Bayern gespielt, eine große Mannschaft aus Europa, nicht gegen einen Kleinen. Auch wir haben große Spieler und waren nicht hergekommen, um 1:3 zu verlieren. Wir haben eine große Lektion erhalten“.

Erster großer Rückschlag für Paris SG

Da war einer sichtlich verärgert über drei Gegentore und das Auftreten seiner Mannschaft. Vielleicht ist dem Katarer in der Allianz Arena klar geworden, das die bisherige Saison noch kein Gradmesser für das tatsächliche Leistungsvermögen seiner Mannschaft war. 25 Tore hat PSG in der Gruppenphase der Champions League erzielt und ist Tabellenerster geworden. In der Liga führen sie ebenfalls hoch überlegen mit neun Punkten Vorsprung.

Doch nationale Titel zählen nur als Beigabe. Das große Ziel ist der Titel in der Königsklasse - und das seit Jahren. Paris hat in der Scheich-Ära noch nie die Runde der letzten Vier erreicht, in den vergangenen fünf Spielzeiten war viermal im Viertel- und einmal im Achtelfinale Schluss. In dieser Saison scheint Paris so stark zu sein wie nie zuvor, sie wirkt unter Trainer Unay Emery gereift. Die gegen die Bayern ist der erste große Rückschlag der Saison. 

Die Bayern sind wieder selbstbewusst

Ein weiterer Grund für Al-Khalefis Unzufriedenheit dürfte gewesen sein, dass die Bayern das Duell im Vorfeld zum Prestige-Duell ausriefen - und es ernst meinten, während PSG in der ersten Hälfte pomadig spielte. Hinzu kommt die schmerzliche Erkenntnis: Die Bayern haben sich als ernst zunehmender Konkurrent zurückgemeldet.

Beim deutschen Rekordmeister sieht man es nach dem Schock im Hinspsiel genauso: "Wir sind da", lautete das Fazit  von Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Die Fans feierten ihre Lieblinge als "Super-Bayern". Und auch Jupp Heynckes hatte das bekommen, was er unbedingt sehen wollte. "Ich habe ja gesagt, dass der FC Bayern eine große Historie im Europapokal und in der hat. Mit dem Spiel haben wir untermauert, dass wir nach wie vor nicht nur wettbewerbsfähig sind, sondern dass wir eine gute Mannschaft und Ambitionen haben."

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