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Schalke in der Champions League: Schiedsrichter droht Ordnungsgeld fürs Sprayen

Dem spanischen Schiedsrichter Velasco Carballo droht ein Ordnungswidrigkeits-Verfahren - wenn er das Freistoßspray einsetzt. Derweil prüft das Amt für Arbeitsschutz, ob das Spray verboten werden muss.

Carlos Velasco Carballo ist ein erfahrener Schiedsrichter - auch in Bezug auf das Freistoßspray. Velasco Carballo pfiff schon bei der WM in Brasilien - eine Linie vor die Mauer auf den Rasen zu sprühen, ist für ihn also längst Routine. Doch wenn er am Abend in der Veltins Arena auf Schalke das Spray auspackt, dann wird die Routine von einer kleinen Ungewissheit unterbrochen: Muss der Spanier ein Bußgeld fürs Sprayen zahlen?

Hintergrund ist die Tüv-Einschätzung zum Freistoßspray. In der vergangenen Woche hatte ein Gutachten ergeben, dass das Spray in der jetzigen Form keine Zulassung bekommen würde. Das hat auch das Ordnungsamt Gelsenkirchen auf den Plan gerufen. "Sollte die Stadt Gelsenkirchen Kenntnis davon erhalten, dass nachgewiesenermaßen ein nicht zugelassenes Spray eingesetzt wird, wird das Ordnungsamt ein Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten", sagte Martin Schulmann, Sprecher der Stadtverwaltung Gelsenkirchen, der "Bild-Zeitung".

Amt für Arbeitsschutz prüft den Fall

Neben dem lokalen Ordnungsamt schaut auch auch das Amt für Arbeitsschutz des Landes Nordrhein-Westfalen auf den Fall. "Unser Haus prüft derzeit den Vertriebsweg des Sprays", berichtet Walter Godenschweger vom Amt für Arbeit, Integration und Soziales dem stern. Für ein Verbot zuständig wäre allerdings das Bundesland, in dem der Importeur seinen Sitz hat. Godenschweger: "Wenn das Produkt Mängel aufweisen sollte, würde das Inverkehrbringen durch die zuständige Behörde untersagt."

Und was droht nun Schiedsrichter Velasco Carballo, wenn er das Spray verwendet und das Ordnungsamt entscheidet ein Verfahren einzuleiten? "Üblicherweise wird dann ein Ordnungsgeld zwischen 5 und 55 Euro erhoben", sagte Schulmann der "Bild".

Uefa macht keine Einschränkungen

Die Uefa hat unterdessen auf die Prüfergebnisse reagiert. Der "Bild" liegt ein Schreiben vor, in dem es heißt: "(...) Der Uefa ist nun bekannt, dass auf der Sprühdose nicht alle relevanten Informationen in korrekter Form angegeben sind; das Produkt kann innerhalb der EU jedoch ohne Einschränkungen verwendet werden, da es keine Substanzen enthält, welche ein Verbot der Verwendung des Sprays erfordern."

feh

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