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Sergio Ramos und Raheem Sterling: Slapstick-Elfer und Ellenbogen-Schlag: die zwei Aufreger in der Champions League

Real-Verteidiger Ramos hat einem Gegenspieler mit dem Ellenbogen die Nase blutig geschlagen. Raheem Sterling von Manchester City stolperte über die eigenen Beine und bekam einen Elfer zugesprochen - beide Szenen wurden hitzig diskutiert.

Sergio Ramos erwischt Milan Havel mit dem Ellenbogen an der Nase, der daraufhin ausgewechselt werden muss

Sergio Ramos erwischt Milan Havel von Viktoria Pilsen mit dem Ellenbogen an der Nase, der daraufhin ausgewechselt werden muss

stern.de

Am Mittwochabend ereigneten sich in der Champions League zwei strittige Szenen, die hitzige Debatten entfachten. In der einen Szene spielt Sergio Ramos die Hauptrolle. Der Innenverteidiger von Real Madrid wischte im Spiel gegen Viktoria Pilsen im Vorbeilaufen Gegenspieler Milan Havel über die Nase. Der tschechische Profi wurde danach wegen starker Blutungen behandelt, eine halbe Stunde später noch vor dem Halbzeitpfiff musste er ausgewechselt werden.

Ramos entschuldigte sich am nächsten Tag in einem Tweet: "Milan, es war nicht meine Absicht, Dich zu verletzten. Werde bald wieder gesund". Viele Fans und Experten nahmen dem Spanier die Entschuldigung nicht ab. Ramos genießt einen schlechten Ruf, wenn es um Fouls geht. Er gilt als "dreckiger" Verteidiger, der seine Gegner gern mal mit rüden und versteckten Attacken außer Kraft setzt. Besonders seit dem Champions-League-Finale im Sommer gegen den FC Liverpool, als Mohamed Salah nach einem Foul des Spaniers frühzeitig aufgab, ist Ramos bei vielen Fans unten durch.

Raheem Sterling tritt in den Rasen

Die zweite Szene, die die Gemüter erhitzte, war hingegen eindeutig. Der Angreifer von Manchester City, Raheem Sterling, trat im Spiel gegen Schachtar Donezk im Strafraum klar und deutlich in den Rasen und kam zu Fall. Es war eine Szene, die an die besten Slapstick-Nummern aus der Stummfilmzeit erinnerte. Wundersamerweise entschied Schiedsrichter Viktor Kassai auf Strafstoß, den Gabriel Jesus zur 2:0-Führung verwandelte. Donezks Torwart Andriy Pyatov machte sich nicht mal die Mühe, Beschwerde einzulegen. Er lachte einfach nur, während seine Kollegen ungläubig die Köpfe schüttelten. "Raheem hätte was sagen können", gestand City-Trainer Pep Guardiola später. 

Zum Glück für alle Beteiligten waren beide Szenen nicht spielentscheidend. Real Madrid gewann in Pilsen mit 5:0, Manchester City schickte Donezk mit 6:0 nach Hause.

tis

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