Sonntagsspiele Frohes Fest für Rostock, Duisburg am Ende


Duisburg ist der große Verlierer des letzten Hinrunden-Spieltages: Das Team von Rudi Bommer muss nach der Niederlage gegen Frankfurt als Tabellen-Schlusslicht überwintern. Hansa Rostock beschenkte sich mit drei Punkten gegen Bochum und verließ die Abstiegsränge.

Der MSV Duisburg bleibt Schlusslicht der Fußball-Bundesliga und hält zum Weihnachtsfest die Rote Laterne in der Hand. Das Team von Rudi Bommer verlor am Sonntagabend in einer schwachen Partie mit 0:1 gegen Eintracht Frankfurt. Für die Hessen war der Sieg dagegen der erhoffte Befreiungsschlag ubnd gleichzeitig der erste Auswärtssieg in dieser Saison. Den entscheidenden Treffer erzielte Ioannis Amanatidis in der 40. Minute vor 26 557 Zuschauern.

Die Eintracht festigte damit zum Hinrunden-Abschluss ihren Mittelfeldplatz und hat mit nunmehr 23 Punkten einen Acht-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsränge. "Wir fühlen uns im Mittelfeld ausgesprochen wohl", betonte Eintrachts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen. Die personell arg gebeutelten Duisburger behalten nach der zwölften Saisonniederlage auch unterm Tannenbaum mit nur 13 Punkten die Rote Laterne.

Duisburg hat viele Verletzte

Gleich auf fünf Stammspieler musste MSV-Trainer Rudi Bommer in seiner Startformation verzichten. Darunter in Roque Junior und Björn Schlicke auch auf seine beiden Innenverteidiger. Im Sturm bot der einstige Eintracht-Profi zum vierten Mal in dieser Spielzeit Ailton von Beginn an auf, doch der Brasilianer blieb einmal mehr nur ein Schatten seiner selbst. Dass Sturmpartner Manasseh Ishiaku nach einer guten halben Stunde verletzt vom Platz musste, verstärkte die Duisburger Not noch mehr.

Fast folgerichtig fiel die Führung für die Frankfurter. Einen Steilpass von Faton Toski verwandelte Amanatidis eiskalt zu seinem sechsten Saisontreffer. Zuvor hatte Benjamin Köhler für die auf Konter lauernden Gäste die beste Chance leichtfertig vergeben (18.). Duisburgs Kapitän Ivica Grlic hatte mit einem Schuss in der siebten Minute vergeblich Hoffnung auf mehr vonseiten der Hausherren gemacht.

Duisburg fehlte die Leidenschaft

Nach dem 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg und dem 0:0 bei Bayern München fehlte den Duisburgern, die seit dem achten Spieltag auf einem Abstiegsrang stehen, die Leidenschaft. Viel änderte sich daran auch nach der Pause nicht. Dafür mussten die Gastgeber in der 52. Minute eine große Schrecksekunde überstehen, als Fernando kurzzeitig offenbar ohne Bewusstsein auf dem Platz lag. Vorausgegangen war ein unglücklicher Zusammenprall bei einem Kopfball-Duell mit Frankfurts Chris. Nach einer kurzen Behandlung musste der Duisburger vom Feld getragen werden.

Doch nicht nur für den Brasilianer kam das unfreiwillige und vorzeitige Aus. Auch Tobias Willi musste verletzt raus. Bommers Offensiv-Alternativen waren damit aufgebraucht. Allerdings vermochten es die Frankfurter nicht, aus den personellen Malaisen der Meidericher Profit zu schlagen. Stattdessen kamen die Duisburger in der etwas munteren Schlussphase noch einmal auf. Aber ohne den ersten Eintracht-Sieg in der Fremde seit 219 Tagen wirklich in Gefahr zu bringen.

Hansa Rostock macht sich ein Weihnachtsgeschenk

Ein Weihnachtgeschenk machte sich Hansa Rostock. Die Aufsteiger überwintert auf einem Nicht-Abstiegsplatz in der Fußball-Bundesliga. Durch das 2:0 (2:0) gegen den VfL Bochum verbesserte sich die Mannschaft von Trainer Frank Pagelsdorf am Sonntag auf Tabellenplatz 15. Kai Bülow in der 7. Minute sowie Sebastian Hähnge (43.) sicherten dem Aufsteiger vor 15.000 Zuschauern nach zuletzt drei Niederlagen hintereinander den verdienten Sieg und einen ruhigen Jahreswechsel. In einem kaum mäßigen Bundesliga-Spiel fehlten den Rostockern mit Kapitän Stefan Beinlich (Knieprobleme), Enrico Kern (Gelb-Sperre), Regis Dorn (Oberschenkelzerrung) und Benjamin Lense (Muskelfaserriss in der Wade) wichtige Stützen des Teams. Umso größer dürfte die Erleichterung über den wichtigen Sieg gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Bochum sein, das in den vergangenen fünf Spielen nur eine Niederlage kassiert hatte. Die Bochumer sind als 13. vier Punkte von den Abstiegsrängen entfernt.

Von einer Verunsicherung nach drei Schlappen hintereinander ohne eigenes Tor war bei den Gastgebern nichts zu spüren. Von Beginn an nahm die Heimmannschaft das Heft in die Hand. Bereits nach sieben Minuten nickte Bülow die Kopfballverlängerung Christian Rahns zur frühen Führung ins Tor. Zafer Yelen hatte zuvor die Ecke in den Bochumer Fünfmeterraum befördert. Auch nach dem Rückstand taten die Gäste zu wenig für ihr Offensivspiel. Stanislav Sestak sorgte nach mehr als einer halben Stunde mit einem Schuss aus halblinker Position das erste Mal für Gefahr im Rostocker Strafraum, doch auch diesmal traf der Slowake auswärts einfach nicht das Tor.

DPA/tis DPA

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