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Stimmen zum DFB-Pokalfinale: "Ballack ruht sich aus für Chelsea"

Michael Ballack klagt nach dem DFB-Pokalfinale darüber, dass es immer schwieriger wird, Titel zu gewinnen. Franz Beckenbauer wartete hingegen darauf, dass der Mittelfeldstar ausgewechselt wird.

Uli Hoeneß, Manager Bayern München:

"Viele Vereine werden nie DFB-Pokalsieger, und auch für unsere Spieler ist es immer wieder eine wunderbare Sache, wenn man seinen Fans einen Titel präsentieren kann. Frankfurt hatte nichts zu verlieren, hat unheimlich stark gespielt. Unsere Spieler haben sich in der Pause geschworen, Gas zu geben."

Friedhelm Funkel, Trainer Eintracht Frankfurt:

"Wir haben ein gutes Spiel gezeigt. Die Mannschaft hat den Bayern alles abverlangt, aber es hat leider nicht gereicht. Ich glaube, dass es bei der Szene mit Köhler und Sagnol ein Foul gab, das man hätte pfeifen können. Ich habe mich über diese Entscheidung geärgert und vielleicht etwas zu heftig gestikuliert."

Franz Beckenbauer, Bayern-Präsident:

"So wie sie in der ersten Halbzeit gespielt haben, konnte es in der zweiten Halbzeit nicht weiter gehen. Bei Ballack habe ich manchmal gedacht, spielt er mit, oder spielt er nicht mit? Das ist das Erscheinungsbild bei ihm in den letzten Wochen. Er ruht sich schon aus für Chelsea. Wenn man so über das Feld trabt, wie er, das hat mit Fußball wenig zu tun. Er bemüht sich überhaut nicht mehr. Ich habe darauf gewartet, dass sie ihn auswechseln."

Michael Ballack, Bayern München:

"Man merkt, es wird immer schwerer. Es war ein hartes Stück Arbeit. Die Frankfurter haben ein Riesenspiel geliefert, einen großen Fight. Die Atmosphäre ist einzigartig. Es ist immer wieder Gänsehaut. Wir hatten das Quäntchen Glück, das man auch braucht. Ich bin mit Bayern das dritte Mal in vier Jahren im Pokalfinale und habe den Pokal drei Mal gewonnen."

Oliver Kahn, Bayern München:

"Es ist immer wieder herrlich, in Berlin zu sein und die Stimmung zu erleben. Es ist immer wieder ein Highlight in meiner Karriere. Den Schuss kurz vor Schluss habe ich kaum gesehen. Ich habe nur instinktiv die Hand raus gefahren und auch das Quäntchen Glück gehabt. Wir haben das Ziel, das Double zu verteidigen, was noch keine Mannschaft geschafft hat."

Hasan Salihamidzic, Bayern München:

"Wir mussten das Spiel gewinnen. Es war schwierig. Wir haben in der ersten Halbzeit auch nicht gut gespielt, aber in der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannachaft und haben verdient gewonnen. Wir werden feiern, mal schauen, was die Nacht ergibt."

Oka Nikolov, Eintracht Frankfurt:

"Wir waren heute nahe dran, aber trotzdem haben wir 0:1 verloren. Wir wussten, dass der Druck immer größer wird. Bayern ist ja auch eine Top-Mannschaft in Europa. Es ist nicht viel Zeit zum Feiern, denn am Mittwoch haben wir schon wieder ein wichtiges Spiel."

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