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Dortmund in der Krise Bayerns Müller hat Mitleid: "Wünsche BVB jeden Punkt"


In den vergangenen Jahren freute man sich in München über Patzer des BVB in der Bundesliga. In der aktuellen Krise des langjährigen Konkurrenten verspürt Bayerns Thomas Müller nun aber Mitleid.

Die Krise bei Borussia Dortmund in der Bundesliga beschäftigt auch den langjährigen Konkurrenten Bayern München. Weltmeister Thomas Müller ist "weniger überrascht, eher schockiert" von der sportlichen Entwicklung beim BVB, wie er in einem Interview mit Sky Sport News HD erzählt.

"Wenn man sich die Situation von außen so ansieht, dann ist man sprachlos. Am Anfang hat man das ja noch positiv gesehen, so im Sinne von 'vielleicht kommen wir durch einen Ausrutscher ein bisschen davon'. Aber mittlerweile wünscht man ihnen jeden Punkt. Für den deutschen Fußball wäre das auch enorm wichtig", erklärte der WM-Torschützenkönig von 2010. "Aber da sieht man mal wieder, was im Fußball alles möglich ist. In der Champions League steht der BVB super da - in der Liga ganz unten. Schon verrückt."

Klopp schließt Rücktritt aus

Einen Tag nach der achten Saison-Pleite des BVB und dem Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz stellte sich Trainer Jürgen Klopp auf einer lange vorher verabredeten Veranstaltung am Montagabend in einem Frankfurter Nobelhotel den Fragen von ZDF-Mann Bela Rethy. Seine Sprüche waren gewohnt locker, doch sein Lächeln wirkte etwas gequält.

Denn eigentlich sollte Klopp über "Motivation und Führung - Titel, Thesen, Tore" sprechen, doch die Borussia-Krise samt Vorabendpleite bei der Eintracht ließ das nicht wirklich zu. "Es ist nicht so, dass ich heute Morgen aufgestanden bin und gedacht habe: Wie geil, heute Abend schon wieder nach Frankfurt."

Aber immerhin: In Jeans und dunklem Sakko stellte sich Klopp selbstbewusst den Fragen. Und er schob allen Spekulationen, er könnte womöglich ähnlich wie kürzlich Armin Veh beim VfB Stuttgart in der Krise das Handtuch werfen, einen Riegel vor: "Ich bin ganz oder gar nicht. Ich bin in diesem Moment Borussia Dortmund." So lange der Verein das auch wolle, stehe er komplett in der Verantwortung: "Das ist wie in einer Ehe - in guten wie in schlechten Zeiten."

tob/DPA DPA

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