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"Keine Spielidee, kein Erfolg" : Toni Kroos ledert Ex-Trainer Jürgen Klinsmann ab

Toni Kroos hat in einem Interview scharfe Kritik an seinem Ex-Coach Jürgen Klinsmann geübt. Bei Bayern München habe er unter ihm "persönlich alles vermisst", sagte der 25-Jährige. Seine anderen Trainer lobte er in höchsten Tönen.

Toni Kroos (l.) und Jürgen Klinsmann während einer Bundesligapartie

Keine Spielidee, mangelnde Kommunikation, kein Erfolg: Toni Kroos (l.) ließ in einem Interview kein gutes Haar an seinem Ex-Trainer Jürgen Klinsmann (Archivbild)

Jupp Heynkes, Louis van Gaal, Pep Guardiola, Carlo Ancelotti, Joachim Löw: Obwohl Toni Kroos gerade einmal 25 Jahre alt ist, hat der Nationalspieler in Diensten von Real Madrid in seiner Karriere bereits mehrere Top-Coaches erlebt. In der Saison 2008/2009 trainierte Kroos als Spieler des FC Bayern München auch ein halbes Jahr lang unter Jürgen Klinsmann. An den aktuellen Trainer der US-Nationalmannschaft hat der Weltmeister von 2014 jedoch keine guten Erinnerungen, wie er jetzt in einem Interview der "Zeit" erzählt.

"Während seiner Zeit bei den Bayern habe ich persönlich alles vermisst: eine Spielidee, angemessene Kommunikation - und den Erfolg", antwortet Kroos wenig schmeichelhaft auf die Frage, was Klinsmann ausgemacht habe. Damit noch nicht genug. Am Ende des Interviews soll der 25-Jährige Stellung beziehen, inwiefern er unterschiedlichen Behauptungen - in diesem Fall einer tatsächlich von Joachim Löw gemachten Aussage - zustimmt. Konkret heißt es an der Stelle: "Jürgen Klinsmann hat einen großen Anteil an der Entwicklung, die uns schließlich zum WM-Titel führte." "Stimmt nicht", so Kroos' kurze aber umso deutlichere Antwort.

Heynkes der "wichtigste Trainer", Guardiola der "beste Trainer" 

Das sitzt - zumal der 25-Jährige die meisten seiner früheren Trainer im Interview in den höchsten Tönen lobt. So sei Jupp Heynkes sein "wichtigster Trainer" gewesen. Viele Trainer hätten zwar gesehen, dass er Talent habe, aber "den Mut, mir konstant die Möglichkeit zum Spielen zu geben, mir auch ein, zwei schlechtere Spiele zu verzeihen, da war er der Erste", sagt Kroos.

Auch van Gaal sei "von der Idee her ein absoluter Toptrainer", erklärt der Mittelfeldregisseur. Für Löw gelte auf Nationalmannschaftsebene, "was für Heynkes im Verein galt: Ich wusste zu jeder Zeit, wie viel er von mir hält", erzählt Kroos, um ein weiteres Lob nachzuschieben: "Er versteht unglaublich viel von Fußball."

Auch Bayerns aktueller Coach Pep Guardiola kommt in dem Interview extrem positiv weg. "Von der Spielidee her, vom Plan, wie man Gegner bespielt und der eigenen Mannschaft Lösungen präsentiert, war Pep der beste Trainer, den ich je hatte", schwärmt Kroos. 

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