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Transfer-Panne in der Bundesliga: Geschrumpft? Hannovers Neuzugang ist zu klein

Hannover 96 hatte sich eigentlich auf seinen neuen Abwehr-"Koloss" Franca gefreut. Doch der Brasilianer ist viel kleiner gedacht. Trainer Mirko Slomka bemerkte den Schwindel als Erster.

Mirko Slomka hatte die Ankunft seines neuen Abwehr-Hünen schon herbeigesehnt. 1,90 Meter sollte er groß sein, 88 Kilo schwer. Einen echten Koloss hatten sie ihm versprochen, einen Spieler, der bestens geeignet schien, den gegnerischen Stürmern endlich wieder mehr Respekt einzuflößen. In der Bundesliga hat in dieser Saison nur Hoffenheim mehr Gegentore kassiert als Hannover 96.

Doch als Slomka am Dienstag den Trainingsplatz betrat, war weit und breit kein Koloss zu sehen. "Was soll ich sagen? Ich war überrascht", zitierte die "Bild"-Zeitung den 96-Coach, nachdem man ihm den Brasilianer Franca vorgestellt hatte. Slomka, der selbst 1,87 Meter misst, bemerkte sofort, dass der "Schrumpf-Brasilianer", wie ihn die "Bild" taufte, keine 1,90 Meter groß war. Also ließ er seinen Assistenten nachmessen. Das Ergebnis: Franca ist satte neun Zentimeter kleiner.

Schmadtke "verkleinert" die Peinlichkeit

Nach der geplatzten Verpflichtung von Pawel Wszolek war es für die Niedersachsen die nächste unangenehme Transferüberraschung in den vergangenen Tagen. Da half es auch kaum noch, dass 96-Manager Jörg Schmadtke die Peinlichkeit um ein paar Zentimeter verkleinern wollte: "Er ist nicht 1,88 Meter groß, sondern nur 1,82 Meter", sagte er und fügte an: "In allen einschlägigen Quellen war das Maß mit 1,88 Meter angegeben. Mir ist die etwas kleinere Größe dann auch aufgefallen. Wir haben ihn trotzdem verpflichtet."

Was wohl Mirko Slomka darüber dachte? Der hatte sich extra einen großgewachsenen Abwehrspieler gewünscht. Bekommen hat er ein Bürschchen.

mxm/DPA / DPA

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