U21-EM Deutschland vergibt Sieg gegen Spanien


Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat im EM-Auftaktspiel in Schweden gegen Titelfavorit Spanien die große Chance auf den Sieg vergeben und nur ein torloses Remis erreicht. Vor allem in der zweiten Halbzeit vergaben die Deutschen einige glasklare Torchancen.

Trotz eines verschenkten Sieges gegen den hohen Titelfavoriten Spanien dürfen Deutschlands Fußball-Junioren bei der U-21-Europameisterschaft auf den ersten Halbfinaleinzug seit 27 Jahren hoffen. Die hochgehandelte DFB-Elf zeigte am Montagabend in ihrem Auftaktspiel in Göteborg vor 15 500 Zuschauern im Gamla Ullevi- Stadieon beim 0:0 eine vielversprechende Leistung, auch wenn das Team von Trainer Horst Hrubesch nach der Pause drei hochkarätige Chancen vergab. Ein Auftakterfolg wäre möglich gewesen, denn in der Abwehr stand die deutsche Mannschaft sicher.

Das Team von Trainer Horst Hrubesch trifft in zwei weiteren Gruppenspielen am Donnerstag auf Finnland und am Montag auf England. Das Auftaktspiel in Gruppe B in Halmstadt hatten die Engländer mit 2:1 gegen die Finnen gewonnen.

Als erstmals bei dieser U21-EM die deutsche Nationalhymne erklang, standen die Spieler Arm in Arm auf dem Rasen. "Sie sind sehr, sehr motiviert. Alle glauben dran, den Titel zu holen", meinte Bundestrainer Joachim Löw vor dem Anpfiff. "Die Jungs haben gut gearbeitet, richtig gut mitgezogen", sagte U21-Coach Hrubesch und hatte das Motto ausgegeben: "Einfach Spaß haben."

Nach dem Wechsel war das der Fall, kam die deutsche Elf besser ins Spiel. Der Wolfsburger Dejagah (51.) vergab frei stehend aus 15 Metern. Elf Minuten später war Özil im Pech, als er Keeper Asenjo umspielte, den Ball aus spitzem Winkel aber nicht im Tor unterbringen konnte. Der Bremer vergab dann auch die ganz große Chance zum Sieg, als er Spaniens Keeper frei stehend nicht überwinden konnte. In der Nachspielzeit wäre dann Änis Ben-Hatira beinahe noch erfolgreich gewesen.

Verhaltene erste Halbzeit der Deutschen

Hrubesch konnte im ersten Endrundenspiel seit drei Jahren sein stärkstes Aufgebot präsentieren. Im Angriff entschied sich der DFB- Coach für die spielstarken Mesut Özil und Ashkan Dejagah und gegen den kopfballstarken Sandro Wagner. Bei den Spaniern bildete der 18 Jahre alte Nachwuchsstar Bojan Krkic vom Champions-League-Sieger FC Barcelona die einzige Spitze und sorgte gleich in den Anfangsminuten für Gefahr in der deutschen Abwehrreihe, die vor allem über die linke Seite mit Sebastian Boenisch, der sich in der 38. Minute am Knöchel verletzte und durch Marcel Schmelzer ersetzt wurde, anfällig war. Dort wirbelte der kleine Sisi im rechten Mittelfeld der Spanier und war kaum zu halten.

Die deutsche Elf wirkte gegen die technisch versierten und ballsicheren Iberer zunächst sehr verhalten. Immer wieder gab es Abstimmungsprobleme auch in der Offensive und viel zu wenig Anspielstationen im Mittelfeld. Özil und Dejagah bemühten sich, doch machte sich das Fehlen eines echten Stoßstürmers im deutschen Angriff bemerkbar. Die überlegenen Spanier hingegen ließen den Ball immer wieder sicher laufen und hatten durch Raul Garcia (18.) auch die erste gute Gelegenheit, doch den abgefälschten Schuss konnte Torhüter Manuel Neuer zu Ecke abwehren.

Die spanischen Junioren bauten ihre Überlegenheit aus und hatten durch Marc Torrejon in der 32. Minute die beste Chance zum Führungstreffer, doch der Verteidiger traf nur die Querlatte. Auf der Gegenseite hatte Özil nach einer Einzelleistung die erste Chance für die DFB-Elf, scheiterte aber aus kurzer Distanz (35.). Kurz vor dem Pausenpfiff traf Marko Marin aus 18 Metern nur den Außenpfosten.

Morten Ritter/DPA DPA

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