Uefa-Cup Bremen feiert Elfmeter-"Killer" Wiese


Helden auf der Linie: Mit zwei gehaltenen Elfmetern hat Keeper Tim Wiese maßgeblich zum 3:0-Sieg von Werder Bremen über Sporting Braga beigetragen. Beim 0:0-Unentschieden von Bayer Leverkusen bei Galatasaray Istanbul war Rene Adler mit seinen Paraden der überragende Mann.

Dank der Paraden seines Torhüters, der zwei Strafstöße von Roland Linz (10.) und Jorginho (36.) meisterte, gewann der Champions-League-Absteiger am Mittwoch gegen den SC Braga mit 3:0 (2:0) und schuf sich eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel in Portugal am Donnerstag kommender Woche. Naldo (4.), Daniel Jensen (27.) und Hugo Almeida (90.+4/Handelfmeter) stellten vor 25 690 Zuschauern im Weserstadion den ersten Pflichtspielsieg des Jahres für den Tabellen-Zweiten der Fußball-Bundesliga sicher, der im Vorjahr bis ins Halbfinale des Uefa-Cups vorgestoßen war.

"Wir sind hungrig auf Erfolge. Mit dieser Einstellung gehen wir heute rein", hatte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs seiner zuletzt dreimal sieglosen Mannschaft mit auf den Weg gegeben. Und die Bremer gaben von Anfang an richtig Gas. In der 4. Minute nahm Naldo bei einem Freistoß aus gut 30 Metern Maß und zirkelte den Ball zur Überraschung von Torhüter Paulo Santos genau in die lange Ecke. Damit war der Weg für das Team von Thomas Schaaf geebnet, der bei der Aufstellung für Überraschungen gesorgt hatte. So stürmte nicht der vom Afrika-Cup zurückgekehrte Boubacar Sanogo an der Seite von Hugo Almeida, sondern wieder der zuletzt formschwache Markus Rosenberg.

Wiese parierte souverän

Als Außenverteidiger gab der in der Winterpause an der Leiste operierte Clemens Fritz sein Debüt in diesem Jahr. Und der Nationalspieler sorgte in der 10. Minute für Werders erste Schrecksekunde, als er gegen Linz das Bein stehen ließ. Doch Wiese parierte den Schuss des gefoulten Österreichers souverän. Erst am Sonntag hatte sich der 26-Jährige beim 1:1 in München gegen Luca Toni als Elfmeter-"Killer" bewährt. Per Mertesacker (16.) per Kopf an den Pfosten und Rosenberg (17.) vergaben das längst fällige 2:0, das schließlich Jensen besorgte. Der Däne schloss eine Ballstafette über Almeida und Fritz gekonnt ab.

Dass die Gastgeber die erste Halbzeit trotz gelegentlicher Abwehrschwächen gegen die munter drauflos stürmenden Portugiesen, die in der Gruppenphase Bayern München ein 1:1 abgetrotzt hatten, ohne Gegentor überstanden, hatten sie wiederum Wiese zu verdanken. Denn der Keeper parierte auch den Elfmeter von Jorginho, nachdem der griechische Schiedsrichter Georgios Kasnaferis wegen einer angeblichen Behinderung von Wiese gegen Matheus erneut auf den Punkt gezeigt hatte.

Werder-Spielmacher Diego stand lange Zeit im Schatten von Aaron Hunt, der mehr Impulse für die Offensive lieferte und in der 48. Minute mustergültig auf Almeida flankte. Doch der Portugiese köpfte aus wenigen Metern am Tor vorbei. Gegen einen allmählich erlahmenden Gegner taten die Bremer in der letzten halben Stunde nicht mehr als nötig. Die bemerkenswerteste Szene: Nationalspieler Tim Borowski wurde bei seiner Einwechslung für Hunt (60.) mit Pfiffen empfangen.

Auch René Adler hält Leverkusen ein Remis fest

Im wilden Flockenwirbel von Istanbul hat Bayer Leverkusen seine gute Winter-Form nicht bestätigen können, kann sich aber dank Torwart René Adler berechtigte Hoffnungen auf den Einzug ins Achtelfinale des Uefa-Cups machen. Der junge Schlussmann sicherte dem Bundesliga-Vierten mit mehreren guten Paraden am Mittwochabend ein 0:0-Unentschieden beim vom deutschen Trainer-Routinier Karl-Heinz Feldkamp betreuten Galatasaray Istanbul. Im Rückspiel am Donnerstag kommender Woche in der heimischen BayArena reicht dem Europapokal- Champion des Jahres 1988 gegen die Türken schon ein knapper Sieg zum Erreichen der nächsten Runde. Dort könnte dem Fußball-Werksclub dann ein rein deutsches Duell mit dem Hamburger SV bevorstehen.

DPA DPA

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