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Uefa-Cup: Leverkusen ist raus

Die Talfahrt geht weiter: Das schwächelnde Leverkusen hat sich sang und klanglos aus dem Uefa-Cup verabschiedet. Nach der 0:3-Pleite im Hinspiel gegen Osasuna ging auch das Rückspiel verloren.

Bayer Leverkusen hat seine sportliche Talfahrt auch beim Abschied von der internationalen Fußball-Bühne nicht stoppen können. Eine Woche nach der 0:3-Schlappe vor heimischem Publikum unterlag Bundesliga-Fünfte am Donnerstag auch im Viertelfinal-Rückspiel des Uefa-Pokals bei CA Osasuna mit.0:1 (0:0). Die Leistung der Werkself, die vor 18.000 Zuschauern im Estadio Reyno de Navarra von Pamplona durch einen Treffer von Juanlu Gomez (62.) auf die Verliererstraße geriet, dürfte den Verantwortlichen wenig Hoffnung für den Kampf um einen Uefa-Cup-Platz im Endspurt der Bundesliga machen.

Dennoch zog Trainer Michael Skibbe nach dem 16. sieglosen Auswärtsspiel von Bayer im Europacup ein positives Fazit: "Meine Mannschaft hat eine gute Reaktion auf das schlechte Hinspiel gezeigt." Auch Stürmer Sergej Barbarez war mit dem Resultat zufrieden: "Es hat an Engagement und Willen nicht gefehlt." Enttäuscht reagierte Tranquillo Barnetta. "Es war einfach nicht mehr drin. Jetzt müssen wir nach vorne schauen", sagte der Schweizer.

Nicht an das Weiterkommen geglaubt

An ein Weiterkommen hatte bei Bayer ohnehin niemand mehr geglaubt. Mit seiner Aufstellung gab Skibbe zudem kein Signal dafür, beim Tabellen-14. der Primera Division ernsthaft auf Sieg spielen zu wollen. Beim entscheidenden Tor patzte auch noch Torhüter Rene Adler, der einen Schuss von Roberto Soldado nicht festhalten konnte. Juanlu staubte zum 1:0 ab.

Nach dem 1:4-Debakel gegen den VfL Bochum hatte Skibbe seine Mannschaft im 125. Europacup-Spiel auf vier Positionen verändert und dabei die Abwehr mit drei Neuen völlig umgekrempelt. Die Defensive mit Ahmed Madouni und Jan-Ingwer Callsen-Bracker im Zentrum sowie Fredrik Stenman auf der linken Seite ließ sich zwar nicht wie im Hinspiel von den Spaniern überrumpeln, war aber erneut nicht frei von Schwächen. Glück hatte Bayer in der 4. Minute, als Soldado nach einem Fehler von Pirmin Schwegler unbedrängt auf Adler zulief, den Ball aber sowohl am Schlussmann als auch am Tor vorbeizog. Wenig später ließ Soldado mit einer Körpertäuschung Madouni aussteigen, sein Schuss landete am Außennetz (22.).

Spanier kontrollierten die Partie

Mit dem Drei-Tore-Polster im Rücken beschränkten sich die Spanier darauf, die Partie zu kontrollieren und deuteten nur gelegentlich ihre Torgefährlichkeit an. Doch Bayer konnte bei teilweise heftigem Regen mit dem sich bietenden Raum wenig anfangen und ließ bei seinen Angriffsversuchen allzu häufig die Präzision vermissen. Die einzige Chance für die Gäste vor der Pause vergab Paul Freier, der sich in der 41. Minute energisch auf dem rechten Flügel durchsetzte, dann aber knapp am Pfosten vorbeischoss. Fünf Minuten nach Wiederbeginn wurde ein Kopfball von Callsen-Bracker auf der Torlinie abgeblockt, nachdem Torhüter Ricardo eine Ecke verfehlt hatte. Auf der Gegenseite verhinderte Adler gegen Juanlu (48.) zunächst noch den drohenden Rückstand.

Andreas Schirmer/DPA / DPA

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