UI-Cup Stuttgart rumpelt eine Runde weiter


Der VfB Stuttgart darf weiter vom internationalen Geschäft träumen: Mit einem mühevollen Sieg in der Verlängerung gegen das russische Team Saturn Ramenskoje gelang der Einzug in die nächste Runde des UI-Cups.

Der VfB Stuttgart kann trotz eines schwachen Auftritts dank Jan Simak und Ciprian Marica weiter vom internationalen Geschäft träumen. Die ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Armin Veh setzte sich im Rückspiel der 3. UI-Cup-Runde mühevoll mit 3:0 (1:0, 0:0) nach Verlängerung gegen Saturn Ramenskoje aus Russland durch und machte die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel noch wett. Damit müssen die Schwaben nur noch die zweite Qualifikationsrunde im Uefa-Cup überstehen, um in die K.o. -Runde einzuziehen.

Bis zur 83. Minute mussten die Gastgeber warten, ehe Neuzugang Simak mit einem herrlichen, direkt verwandeltem Freistoß das ersehnte 1:0 erzielte. Bezeichnend war allerdings für den Auftritt der Stuttgarter, dass der Tscheche aus einer Standardsituation traf. Den umjubelten Treffer zum 2:0 erzielte Marica (108.) nach Vorlage von Roberto Hilbert aus kurzer Distanz per Kopf und setzte nur zwei Minuten später nach einem schweren Torwartfehler den Schlusspunkt.

Im Geduldsspiel gegen die Russen war der VfB von Beginn an zwar bemüht, stellte die routinierte Gäste-Abwehr jedoch allzu selten vor ernsthafte Probleme. "Wir finden nicht die richtigen Mittel, um das Bollwerk der Russen auseinander zu nehmen und wenn wir mal eine Chance haben, sind wir nicht konsequent genug", hatte Manager Horst Heldt noch vor der Verlängerung gesagt.

Fehlen der Leistungsträger machte sich bemerkbar

Deutlich machte sich das Fehlen zahlreicher Leistungsträger und Neuzugänge bemerkbar: Veh musste den neuen Spielführer Thomas Hitzlsperger und Angreifer Mario Gomez ebenso schonen wie Torwart Jens Lehmann und Khalid Boulahrouz, im Mittelfeld fehlte zudem Peking-Teilnehmer Georges Mandjeck aus Kamerun als Alternative. Während Abwehrspieler Matthieu Delpierre nach einem Infekt ebenso wie die Späteinsteiger Ricardo Osorio und Ludovic Magnin in der Startelf standen, wurde Stürmer Cacau mit Adduktorenproblemen nicht rechtzeitig fit.

<zweiti>Marica war zunächst einzige Spitze

Als einzige Spitze lief zunächst Marica auf, der in der 15. Minute auch die erste und beste Chance für die Gastgeber hatte. Von der Strafraumgrenze verzog der rumänische EM-Teilnehmer mit dem linken Fuß jedoch. Zwingende Aktionen blieben vor 12.600 Zuschauern gegen den Zwölften der russischen Liga Mangelware.

Um wie bereits 2000 und 2002 der Sprung über den UI-Cup in den Uefa-Pokal zu meistern, stellte Veh in der 51. Minute auf ein 4-4-2 um. Für Osorio und Arthur Boka kamen Sami Khedira und der 18-jährige Manuel Fischer. Nach Vorlage von Roberto Hilbert hätte Fischer zehn Minuten später fast zum 1:0 getroffen, konnte die Vorlage jedoch um einen Schritt nicht erreichen. Die erhoffte Belebung der Offensive blieb allerdings vorerst noch aus. In einer schwachen Partie konnten beim VfB allenfalls Serdar Tasci und Hilbert überzeugen, bei den Russen fielen Karjaka und Igonin positiv auf.

Johannes Schwarzer/SID SID

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