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Wayne Shaw: Kumpels wetten auf Sandwich-Aktion - Torwart tritt zurück

Mitten im Spiel auf der Ersatzbank ein Sandwich verdrücken - das bringt wohl nicht jeder Ersatztorwart. Doch was auf den ersten Blick eine spaßige Aktion war, könnte Sutton-Torwart  Wayne Shaw noch richtig Ärger einbringen.

Wayne Shaw

Trainer Paul Doswell (M.) steht im FA-Cup-Spiel neben Ersatztorwart Wayne Shaw von Fünftligist Sutton United

Die Bilder vom 150-Kilo schweren Ersatztorhüter von Sutton United, der während des FA-Cup-Spiels gegen den FC Arsenal auf der Bank ein Sandwich mampft, gehen um die Welt. Die meisten Zuschauer reagieren wohl eher belustigt auf die Aktion von Wayne Shaw. Doch sein Trainer sieht das etwas anders: "Ich denke nicht, dass es das beste Licht auf uns geworfen hat", sagte Sutton-Teammanager Paul Doswell hinterher. Noch humorloser reagiert die englische Kommission für Glückspiele. Sie hat Untersuchungen gegen den Torhüter eingeleitet. Damit könnte Wayne Shaw richtig Ärger drohen.

Wayne Shaw: Kumpels und Fans haben wohl gewettet

Das Problem: Bei englischen Buchmachern konnte man eine Wette platzieren, ob der Kult-Keeper während des Spiels etwas isst. Laut Bild-Zeitung hat er im englischen Frühstücksfernsehen gesagt, dass er von der Wette gewusst habe. "Ich habe nicht darauf gewettet", sagte Shaw. Der Daily Mail sagte er, ein paar Kumpels und Fans hätten Wetten platziert. Man werde sich anschauen, ob es Unregelmäßigkeiten gegeben habe, erklärt die Glücksspiel-Kommission. Glaubwürdigkeit im Sport sei kein Scherz.

Seinen Ruf als Publikumsliebling bei Sutton hat Shaw mit der Aktion aber jedenfalls untermauert. Wenn er durch die Nummer nicht sogar zu Legende bei Sutton-Fans wird.

Torwart bietet Abschied an

Doch weder auf dem Platz noch auf der Bank wird Shaw wieder glänzen können: Shaw will nach seiner viel beachteten Aktion aufhören bei Sutton United. Der Torwart selbst habe seinen Abschied angeboten, und der sei von den Vereinschefs akzeptiert worden, sagte Teammanager Doswell dem Sender Sky News am Dienstag. "Es ist ein sehr trauriges Ende einer guten Geschichte", kommentierte er. Immerhin ist Sutton United nun weit über Großbritannien hinaus bekannt - allerdings nicht, weil der Fünftligist im FA-Cup es so weit gebracht hat.


tkr mit / DPA
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