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Werder Bremen: Baumann will wieder "Klinsmann" werden

Beim Confed-Cup musste Frank Baumann verletzt zugucken. Nach der Rückkehr von Torsten Frings muss er auch in Bremen um den Stammplatz kämpfen. Aber die Hoffnung auf die WM-2006 hat er nicht aufgegeben.

Die Vorlieben Weißbier, Weißwein und Weißwurst haben Frank Baumann in den vergangenen Wochen nicht so gut geschmeckt wie sonst. Der Fußball-Nationalspieler und Kapitän von Werder Bremen war beim Confederations Cup zum Zuschauen verurteilt. Eine Operation am Sprunggelenk hatte den gebürtigen Franken um seine Chance gebracht, an der WM-Generalprobe teilzunehmen. Die Hoffnung, bei der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr einer von Klinsmanns Männern zu sein, hat Baumann deshalb aber nicht aufgegeben.

Im Kreis der Nationalmannschaft

"Der Bundestrainer hat mir gesagt, dass ich weiterhin zum Kreis der Nationalmannschaft gehöre. Wenn ich meine Leistung bringe, habe ich auch meine Chance", sagte Baumann. Deshalb ist für den 29 Jahre alten Defensivspieler die anstehende Bundesliga-Saison besonders wichtig. Die Fußverletzung ist auskuriert, auch eine Kniegelenk- Überdehnung im Trainingslager in Schruns hat sich nicht als schwerwiegend herausgestellt. Baumann will sich dem Kampf um einen Platz im National- und Vereinsteam stellen.

Baumann hat Konkurrenz bekommen

Auch bei Werder Bremen besitzt er keinen Freischein. Rückkehrer und Stamm-Nationalspieler Torsten Frings spielt einen ähnlichen Part wie Baumann. Bisher hat Trainer Thomas Schaaf beide aufgestellt, doch das muss nicht immer so bleiben. "Das Zusammenspiel mit Torsten klappt gut", meinte Baumann, der noch einen Vorteil für sich sieht: "Ich kann auf mehreren Positionen wie etwa als Innenverteidiger spielen und bin flexibel. Das sehe ich als positiv an."

Negativ für die WM-Ambitionen könnte sich für den Bremer das Alter erweisen. Baumann wird Ende Oktober 30 und Klinsmann hat zuletzt mit Erfolg den Jugend-Kurs im DFB-Team durchgesetzt. Doch ganz ohne Routiniers, so hofft der 28-malige Nationalspieler, wird der Bundestrainer nicht in das WM-Turnier gehen. "Es ist wichtig, dass bei so einem langen Turnier die Mischung zwischen jungen und erfahrenen Spielern stimmt", argumentierte Baumann und bezog noch zwei andere "Oldies" mit ein: "Ich denke da auch an Christian Wörns und Dietmar Hamann."

DPA / DPA

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