Argentiniens Konditionstrainer kritisiert FIFA "Der Floh" kommt müde zur Fussball-WM 2010


Argentiniens Konditionstrainer Fernando Signorini hat wegen der mangelnden Fitness von Superstar Lionel Messi kurz vor Beginn der Fußball-WM in Südafrika Alarm geschlagen und die FIFA kritisiert.

Argentiniens Konditionstrainer Fernando Signorini hat wegen der mangelnden Fitness von Superstar Lionel Messi kurz vor Beginn der Fußball-WM in Südafrika Alarm geschlagen. "Messi kommt müde zur WM. Der Schaden ist angerichtet und nicht rückgängig zu machen", sagte Signorini der spanischen Sporttageszeitung Diario Sport. Mit seiner Aussage sorgte Signorini sowohl im WM-Quartier in Pretoria als auch im gesamten Land des zweimaligen Weltmeisters für Unruhe.

Wegen der kurzen Regenerationszeit der Spieler vor dem Turnier kritisierte Signorini auch den Weltverband FIFA. "Man sorgt sich um Dopingkontrollen, aber nicht um die Spieler, denen 70 Partien pro Jahr in den Knochen stecken", erklärte der "Fitness-Guru", der dem heutigen Nationaltrainer Diego Maradona in den 80er Jahren als Privattrainer Beine gemacht hatte.

Signori glaubt zwar, dass Messi eine gute WM-Endrunde spielen wird, schränkte aber ein: "Er wird sicher bei der nächsten WM besser sein als bei dieser."

Bei der Albicaleste muss der 22 Jahre alte Weltfußballer vom FC Barcelona ohnehin noch beweisen, dass er der Größte ist. Während der 1,69 Meter kleine "La Pulga" (Der Floh) bei Barcelona stets groß auftrumpfte, verlieh er der argentinischen Mannschaft bislang noch nicht den erwünschten Glanz.

Fehlenden Patriotismus wies Messi, der im Alter von 13 Jahren nach Barcelona gewechselt war, aber zuletzt entschieden zurück. "Nichts macht mich wütender, als der Vorwurf, dass ich nicht mit jeder Faser meines Körpers Argentinier sei", sagt Messi.

Maradona vertraut seinem Nachfolger auf dem Platz allen Unkenrufen zum Trotz bedingungslos. "Messi wird die WM gewinnen", sagte Maradona: "Er wird die Führung übernehmen."

Das muss Messi bereits am Samstag beweisen. Dann ist Argentinien zum Auftakt in der Gruppe B (16.00 Uhr/ARD und Sky live) im Ellis Park von Johannesburg gegen Nigeria gefordert.

Holger Luhmann, SID SID

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