Fußball-WM Hoffnung für Ivorer - Drogba wieder im Training


Er ist der beste Spieler Afrikas: Didier Drogba. Die Nachricht, dass er die WM verpassen wegen einer Verletzung verpassen würde, schockte daher nicht nur die Elfenbeinküste. Doch nun können die Ivorer wieder hoffen: Drogba ist wieder im Training.

Didier Drogba lächelte nur und hielt stolz seinen Unterarmschutz in die Kameras. Nicht einmal eine Woche nach seinem Ellbogenbruch hat der Superstar der Elfenbeinküste überraschend wieder mit seiner Mannschaft trainiert. Sogar ein Einsatz im ersten WM-Spiel am 15. Juni gegen Portugal ist auf einmal möglich. In der Hauptstadt Abidjan führten hunderte Fans spontane Freudentänze auf. "Wäre das Spiel heute oder morgen, wäre er nicht in der Lage, dabei zu sein. Aber es ist erst in ein paar Tagen. Er könnte spielen", sagte Trainer Sven-Göran Eriksson nach der ersten Übungseinheit seiner Mannschaft in Südafrika.

Drogba trug zum Schutz eine Schiene am rechten Unterarm und wurde auch nicht voll belastet. Bei allen Übungen, bei denen er in Kontakt mit einem Gegenspieler hätte geraten können, schaute er nur zu. Aber auch so ist die schnelle Rückkehr des 32-Jährigen eine kleine Sensation. Er hatte sich erst am vergangenen Freitag im Testspiel gegen Japan (2:0) nach einem brutalen Foul des Verteidigers Tulio den Ellbogen gebrochen. In einer ersten Reaktion ging Drogba selbst davon aus, die WM zu verpassen. Nach seiner Operation am Wochenende wuchs bei ihm die Hoffnung, doch noch rechtzeitig fit zu werden.

Glücksfall auch für WM-Organisatoren

Die Aussicht auf seine WM-Teilnahme ist sowohl für die Elfenbeinküste als auch für die Organisatoren von riesiger Bedeutung. Drogba ist der bekannteste und erfolgreichste Spieler Afrikas und deshalb für die erste WM auf dem Kontinent eine besondere Werbe- und Galionsfigur. Die Veranstalter mussten schon die verletzungsbedingten Absagen von Ghanas Michael Essien und Nigerias John Obi Mikel hinnehmen. Drogbas Genesung wäre für sie ein Glücksfall.

Auch für die Ivorer ist Drogba als herausragender Spieler, Rekordtorjäger und Kapitän unersetzlich. In der Nationalmannschaft schoss er bislang 44 Tore in 68 Länderspielen. Als Stürmer des FC Chelsea wurde er in der abgelaufenen Saison Meister, Pokalsieger und Torschützenkönig in England. "Er ist einer der besten Spieler der Welt", sagt Eriksson. Für Drogba selbst wäre die WM in Südafrika die wohl letzte Chance, mit seinen "Elephants" international Aufsehen zu erregen. Vier Jahre später wäre die herausragende Generation um ihn, Didier Zokora (FC Sevilla) oder Kolo Touré (Manchester City) dafür zu alt. Dank ihren starken Einzelspieler gilt die Elfenbeinküste in Südafrika als Geheimfavorit - trotz der schweren Gruppe Gruppe G mit Portugal, Brasilien und Nordkorea.

DPA DPA

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