WM 2010 Halbfinale Jetzt will Löw den dritten Platz


Der deutsche Bundestrainer Joachim Löw hat angekündigt, trotz des WM-Aus seiner Mannschaft in Südafrika dem kommenden Gegner Uruguay ein hartes Spiel um den dritten Platz zu liefern.

Nach dem Aus im Halbfinale der Weltmeisterschaft hat Joachim Löw an sein Team dennoch ein großes Lob verteilt. "Gegen Spanien hat es nicht gereicht, aber ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen", erklärte der Bundestrainer nach der 0:1- Niederlage in Durban. Noch in der Nacht zum Donnerstag kehrte das deutsche Fußball-Nationalteam ins südafrikanische Stammquartier nach Erasmia zurück. "Sie hat alles gegeben und getan, hart trainiert. Ich muss versuchen, sie wieder etwas aufzurichten", betonte Löw auch in Richtung des "kleinen Finals" um Platz drei am Samstag gegen Uruguay.

"Die Mannschaft hat keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen. Sie hat ein gutes Turnier gespielt", sagte der Bundestrainer, der bei der verständlichen Enttäuschung auch die letzte Partie in Port Elizabeth wie alle anderen in Südafrika zuvor mit der nötigen Akribie vorbereiten will: "Ich bin mir sicher, dass wir das Spiel mit der notwendigen Ernsthaftigkeit angehen. Wir werden daran arbeiten, dass wir einen guten Abschluss haben."

Nach dem verlorenen Semifinale wird es für das Team aber auch bei einem Sieg gegen Uruguay bei der Rückkehr aus Südafrika keinen "großen Bahnhof" in Berlin geben. Dies bestätigte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff nochmals in Durban. "Ich habe mit dem Mannschaftsrat gesprochen. Es wird keinen Empfang nach dem Spiel um den dritten Platz geben."

Die derzeitigen Planungen sehen vor, dass das Team nach dem Platzierungsspiel gegen Uruguay am Samstag nochmals von Port Elizabeth ins Quartier nahe Pretoria zurückkehrt. Dort wird es am Sonntag eine Abschlusspressekonferenz mit DFB-Präsident Theo Zwanziger geben. Für Sonntagabend ist der Rückflug von Südafrika nach Deutschland vorgesehen. Für Spieler und Trainerstab beginnt nach der Ankunft am Montagmorgen in Frankfurt/Main sofort der Urlaub.

Die Hürde Spanien war in Durban für das junge DFB-Team wie schon im Europameisterschafts-Finale vor zwei Jahren (0:1) zu hoch. Charles Puyol erzielte per Kopf das Tor des Abends. "Es tut schon weh, wenn man es in der entscheidenden Situation nicht hinbekommt", sagte Abwehrspieler Per Mertesacker. Kollege Arne Friedrich verpasste nach dem Spiel wegen einer Doping-Kontrolle den Mannschafts-Flieger zurück nach Pretoria und musste mit den Journalisten nachreisen

DPA DPA

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