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Internationale Pressestimmen

Erster WM-Finalist: "Les Bleus haben Belgien nur bis an die Grenze des Glücks gelassen"

Frankreich steht im Finale und könnte sich 20 Jahre nach dem ersten Titelgewinn wieder zum Weltmeister krönen. Während die französischen Medien feiern, herrscht in Belgien Tristesse. Die internationalen Pressestimmen.

Frankreich jubelt nach dem Einzug ins Finale

Frankreich steht im Finale: Samuel Umtiti (2.v.l.) bejubelt sein Tor zum 1:0 mit Antoine Griezmann (l-r), Raphael Varane und Paul Pogba.

DPA

Frankreich steht kurz vor dem großen Triumph. 20 Jahre nach dem Titelgewinn im eigenen Land hat die "Équipe Tricolore" die Chance, zum zweiten Mal Weltmeister zu werden. Samuel Umtiti hat mit seinem Siegtreffer gegen Belgien den Weg ins Finale geebnet. Die Kommentatoren aus Frankreich feiern ihre Mannschaft, während in Belgien Ernüchterung herrscht. Die internationalen Pressestimmen.

Frankreich:

"L'Equipe": "Voll abgefahren. Phantastisch in der Spielbeherrschung und der Strategie, haben Les Bleus Belgien erstickt, um sich ins Finale der Weltmeisterschaft zu hieven, dank des Tors eines Helden namens Samuel Umtiti. Die Équipe Frankreichs ist im Finale. Das ist komplett verrückt. Sie hat es gemacht, als wäre es das Normalste der Welt. Leidenschaftlich, methodisch, überlegen. Les Bleus haben den Nachbarn Belgien nur bis an die Grenze des Glücks gelassen, auf der Seite der Tristesse, um sich selbst zum dritten Mal nach 1998 und 2006 für ein Finale zu qualifizieren."

"Le Monde": "An den Ufern der Neva bescheren sich "monströse" Bleus ein drittes Weltmeisterschaftsfinale. Siegreich (1:0) über Belgien am Dienstag in Sankt Petersburg, wird die Mannschaft Frankreichs am Sonntag versuchen, sich einen zweiten Stern ans Trikot zu heften. Sie haben vier Tage Zeit, sich zu erholen, einer mehr als der Gegner hat. Aber was die physische Verfassung betrifft, sind die Batterien eh noch weit davon entfernt, leer zu sein."

"Le Figaro": "Weltmeisterschaft 2018: Heldenhaft gegen Belgien, können Les Bleus von einem zweiten Stern träumen."

"Dernières Nouvelles d'Alsace": "Autoren einer Meisterleistung haben Les Bleus die Leistung vollbracht, sich für das Finale der Weltmeisterschaft zu qualifizieren, wie ihre Ahnen 1998."

"Libération": "Ganz Blau entflammt fürs Finale." 

"Le Parisien": "Weltmeisterschaft: Les Bleus im Paradies. Nach 20 Jahren erleben wir einen neuen Traum, getragen von einer Jugend, die einem Lust macht, sie zu mögen. Man muss die Musik ausmachen und den Ton abstellen, um uns daran zu hindern, nach Moskau zu tanzen, um den zweiten Stern des Weltmeisters zu bekommen. 20 Jahre danach und 12 Jahre nach dem Versuch von Zinédine Zidane es wieder zu schaffen mit der Erinnerung an das Schöne im Fußball, aber auch wie hart er sein kann. Wir wollen nur eines von Les Bleus: Kein Kopfstoß und dann vielleicht wieder Umtiti, nach einem Eckball, hop, und das Ding ist im Sack."

"Nice-Matin": "Wir sind da!" 

"La Provence": "Unwiderstehlich! Les Bleus heldenhaft. "

Belgien: 

"Le Soir": "Ein kleines Tor hat den ganzen Unterschied gemacht. Ein kleines Tor, das einen Traum in Realität oder ewiges Bedauern verwandelt, je nachdem, auf welcher Seite man steht." 

"De Standaard": "Belgien hat das Spiel, aber Frankreich den Sieg."

"La Libre": "Einen Monat lang haben die Teufel Belgien weit über ihre Anhänger hinaus begeistert. Ihre Heldentaten haben das ganze Land mitgerissen."

"La Dernière Heure": "Die Spieler haben bewiesen, dass Belgien tatsächlich eine Nation ist."

"RTBF": "Die Teufel können das Turnier erhobenen Kopfes verlassen. Makellos in der Gruppenphase, großartig im Achtelfinale gegen Japan, heroisch gegen Brasilien, haben sie es uns erlaubt, unvergessliche Emotionen zu leben."

Spanien: 

"As": "Umtiti öffnet die Tür zum Finale. Sein Kopfball entschied eine ausgeglichene Partie. Superspiel ohne Preis für Hazard und Sternstunden für Griezmann und Mbappé. Belgien kämpfte bis zum Schluss."

"Marca": "Frankreich hat die beste Verteidigung der Welt. Ein Kopfball, von einem Verteidiger. Einmal mehr stützte sich Frankreich auf seine Abwehrkette, um eine Runde weiter zu kommen, und sie sind schon im großen Finale."

"El País": "Konkret und solide, italienisch oder auch simeonesk (nach Atlético-Trainer Diego Simeone), wenn man so will, hat sich Frankreich ins Finale der Weltmeisterschaft gepflanzt. Das dritte seiner Geschichte, 20 Jahre nachdem sie es 1998 erreichten und gewannen, bevor sie es 2006 gegen Italien verloren."

Italien:

"Corriere dello Sport": "Frankreich fliegt ins Finale. Umtiti lässt Belgien weinen. Ein Kopfballtreffer des Verteidigers entscheidet das Halbfinale von Sankt Petersburg."

"Tuttosport": "Umtiti schenkt Deschamps das Finale. Belgien hat seit der WM 1994 kein Tor nach einem Eckstoß kassiert, Umtiti sprengt die Statistik im ungünstigsten Augenblick für die roten Teufel."

Großbritannien: 

"The Daily Mail": "Frankreich besiegelt das Weltcup-Finale, indem Umtitis Kopfball ihnen einen knappen Sieg über Belgien einbringt. Kann England nun seinen Platz buchen?"

"The Guardian": "Die Spieler in Blau waren überwältigend, und die belgische Seite, die sich stark auf Spieler der Premier League stützte, wird sich fragen müssen, ob die Zeit für ihre goldene Generation jemals kommen wird."

Österreich:

"Kronen Zeitung": "Der belgische Traum vom ersten Finale bei einer Fußball-Weltmeisterschaft ist geplatzt - zum Platzen gebracht worden vom großen Bruder Frankreich!"

"Kurier": "Frankreich belohnte sich für eine kompakte Vorstellung, wankte aber vor dem schlussendlich entscheidenden Treffer durchaus. Das 74. Duell der beiden Nachbarn gestaltete sich vor 64 286 Zuschauern insgesamt vom Start weg unterhaltsam."

Schweiz:

"Blick": "Nach 20 Jahren ist für Frankreich der zweite WM-Titel zum Greifen nahe. "Les Bleus" gewinnen den ersten Halbfinal gegen Belgien mit 1:0. Einziger Torschütze der Partie: Samuel Umtiti. Dabei erwischen die Belgier den besseren Start, Hazard und Co gelingt es aber nicht, Lloris im Kasten der Franzosen zu bezwingen."

"Tagesanzeiger": "Er ist erst 19, hat bei Paris Saint-Germain eine ordentliche Saison absolviert, aber keine, die seine gewaltige Ablösesumme von 180 Millionen Euro gerechtfertigt hätte. Kylian Mbappés Verpflichtung war auch eine Wette auf die Entwicklung dieses Ausnahmetalents. Und warum der junge Franzose einer der ganz Großen werden kann, beweist der Stürmer im ersten WM-Halbfinal gegen Belgien."

vit / DPA

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