HOME
Pressestimmen

WM-Stimmen in den Medien: "Als ob man zuschaut, wie ein wunderschönes Gemälde zerrissen wird"

Kroatien feiert bis tief in die Nacht, England leidet aber geht voller Stolz. Die Presse betont, dass es für die jungen Briten ein Auftakt zu einer großen Entwicklung sein könnte. Die Kroaten haben diese Entwicklung schon hinter sich. 

Mario Mandzukic vollstreckt: der Treffer, der Kroatien ins WM-Finale führte

Mario Mandzukic vollstreckt: der Treffer, der Kroatien ins WM-Finale führte

Getty Images

Im Moment völliger Leere und tiefsten Schmerzes konnten sich Englands WM-Fußballer auf ihre Fans bis hinein ins Königshaus verlassen. "Ich weiß, wie enttäuscht Ihr jetzt sein müsst. Aber ich könnte nicht stolzer sein auf diese Mannschaft, und Ihr solltet es auch sein", schrieb Prinz William via Twitter. Auf den Rängen des Moskauer Luschniki-Stadions feierten die Anhänger ihre gestürzten Helden noch Minuten nach dem Abpfiff eines dramatischen Abends für das Fußball-Mutterland, durch die Lautsprecher dröhnte der "Oasis"-Klassiker "Don't Look Back In Anger" (Schau nicht in Wut zurück). 

Die Kroaten dagegen kosteten den historischen Einzug ins Finale aus: Feiern, dann erst ausruhen und sich vorbereiten auf die Revanche für die WM-Niederlage vor 20 Jahren gegen Frankreich. "Jeder erinnert sich in Kroatien an dieses Spiel", sagte Trainer Zlatko Dalic: "Vielleicht hat uns der liebe Gott ja die Möglichkeit gegeben, dieses Ergebnis zurechtzurücken." 

Die internationale Presse fühlte mit dem jungen England-Team, betonte aber auch die stärken der Kroaten: die Stimmen im Überblick.

Großbritannien:

"The Sun": "Englands großes WM-Abenteuer ist vorbei (...) Englands Spieler mit gebrochenem Herzen und in Tränen, während Kroatien den Halbfinalsieg feiert."

"Daily Mail": "Ihr ließt uns lächeln, machtet uns stolz und ließt uns glauben, jeder von euch ist ein Held. Keine Trophäe dieses Mal, aber es fühlt sich an wie der Beginn von etwas, an das sich jeder Engländer gewöhnen könnte. Es war Folter letzte Nacht, es ist erschütternd heute Morgen, aber, Gareth Southgate... Wir grüßen dich."

"The Guardian": "Es war als ob man zuschaut, wie ein wunderschönes Gemälde vor deinen eigenen Augen zerrissen wird. Englands Traum, es ins erste WM-Finale in mehr als einem halben Jahrhundert zu schaffen war aus, und in den verzweifelten Augenblicken nach dem Schlusspfiff, als die Spieler ziellos über das Feld wandelten, fast zombiehaft in ihrer Verzweiflung, war es unmöglich, sich nicht zu fragen, ob daraus nicht ein lebenslanges Bedauern wird."

"Daily Mirror": "Vier weitere Jahre Schmerz. Three-Lions-Herzleid als England gegen Kroatien in der Verlängerung verliert."

"The Independent": "Es ist alles aus. Englands Helden verabschieden sich aus der Weltmeisterschaft nach einem Verlängerungsleid. Trotz vielversprechendem Anfang konnten Englands junge Geschosse es nicht recht schaffen."

Einzug ins WM-Finale: Der wildeste Jubel der WM: Mandzukic und Co. fallen über Fotografen her

Frankreich:

"L'Equipe":  "Wie man sich wiedersieht. Kroatien, Halbfinalist vor zwanzig Jahren in Frankreich, hat sich am Mittwoch für sein erstes WM-Finale qualifiziert, indem sie ein England umhauten, das nicht kühn genug war, nachdem es den ersten Treffer erzielt hatte. Kroatien, Königin der Verlängerungen. Kroatien ist die erste Nation, die dreimal hintereinander nach Verlängerung oder Elfmeterschießen weitergekommen ist." 

"Le Monde": "Heldenhaftes Kroatien macht ein Rendezvous mit Les Bleus im Finale."

"Le Figaro": "Die Kroaten sind die Gegner der Bleus im Finale am Sonntag im Luschniki-Stadion in Moskau. Ein noch nicht da gewesenes Finale, das verspricht, spektakulär zu werden. In der Linie des alten Jugoslawiens verfügt Kroatien in der Tat über ein talentiertes und verführerisches Team, das in der Lage ist, den Franzosen Probleme zu bereiten."

"Dernières Nouvelles d'Alsace": "Nach einem keuchenden Halbfinale hat Kroatien zum ersten Mal in seiner Geschichte das WM-Finale erreicht, indem es England nach Verlängerung schlug. Sie treffen nach 20 Jahren auf Frankreich."

Italien:

"Corriere dello Sport": "Mandzukic haut England raus. Der Stürmer der Juve entscheidet das WM-Halbfinale mit einem Tor in der Verlängerung. Der Schlagabtausch zwischen Trippier und Perisic endet 2:1 in der Verlängerung."

"Tuttosport": "Der Stürmer der Juventus bringt die Kameraden ins Finale. Kroatien ist groß zurückgekommen, indem es mit einem Tor die Gewissheiten der Engländer zerlegte. Die Mannschaft von Southgate zahlt für einige Ungenauigkeiten, aber vor allem für einen schlechten Tag Kanes, der nie gefährlich war."

"La Repubblica": "Zum ersten Mal in seiner Geschichte steht Kroatien im WM-Finale. Die x-te Enttäuschung dagegen für England, das, wie schon 1990, im Halbfinale stehen bleibt, als schon alles klar schien. Die Three Lions lagen in der Tat in der ersten Hälfte dank Trippier vorne. Aber in der zweiten Halbzeit wacht Perisic auf, der ein Tor schießt, den Pfosten trifft und die Seinen in die Verlängerung bringt."

Spanien:

"As": "Modric-Griezmann, um Gold. Zur WM kamen die großen Mastodonten des Fußballs, die mit dem Goldenen Ball nach Hause gehen wollten, und plötzlich haben Luka und Antoine ein großes Wörtchen mitzureden."

"Marca": "Frankreich und Kroatien. Kroatien und Frankreich. Zwei Mannschaften mit wenig Ähnlichkeiten, die zwei Seiten einer gleichen Münze, der des Weltmeistertitels. Alter gegen Jugend, Geschichte gegen Heldentat, die Langsamkeit und Ballberührung gegen den Muskel und die Geschwindigkeit. Zwei Mannschaften, ein gleiches Ziel."

"El Pais": "Heldentat Kroatiens. Die Balkaner werden zum kleinsten Land, das ein Finale erreicht seit Uruguay 1930 und 1950, nachdem sie in der Verlängerung ein England eines sehr plumpen Fußballs einschmolzen."

Österreich: 

"Krone": "Finale! Kroatien beendet Englands "Sommermärchen". Kroatien hat es geschafft - erstmals überhaupt in ihrer Geschichte stehen die "Kockasti" im Finale einer Fußball-Weltmeisterschaft! Was der in den vergangenen Jahren ihren hohen Ansprüchen nie ganz gerecht gewordenen "Goldenen Generation" vor wenigen Wochen wohl nur unverbesserliche Optimisten zugetraut hatten, schaffte die Truppe von Trainer Zlatko Dalic nun dank eines 2:1-Sieges (nach Verlängerung) gegen England. Und plötzlich scheint der allergrößte Triumph in der kroatischen Fußball-Geschichte in greifbarer Nähe"

"Kurier": "Ausgeträumt der englische Traum: Kroatien steht nach einem 2:1 in der Verlängerung im WM-Finale!"

Schweiz: 

"Blick": "Die Kroaten schaffen Historisches! Die WM-Final-Premiere ist Tatsache. Kroatien schlägt England dank eines Treffers von Mario Mandzukic in der Verlängerung 2:1 - und misst sich jetzt im Final mit Frankreich."

feh / DPA

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.