Olympia: So lief die Nacht Kanadas Hockey-Stars starten Goldmission


Mit einem standesgemäßen 8:0-Sieg sind Kanadas Eishockey-Herren ins olympische Turnier gestartet, gelungener Auftakt für die deutschen Curling-Teams und Paarlauf-Trainer Ingo Steuer relativiert seine harte Kritik an Robin Szolkowy: die neuesten Nachrichten aus Vancouver.

Kanadas Gold-Mission beim olympischen Eishockey-Turnier hat planmäßig begonnen. Standesgemäß fegten die Gastgeber Außenseiter Norwegen in Vancouver nach torlosem ersten Drittel noch 8:0 vom Eis. Vor 19.300 euphorischen Zuschauern im ausverkauften Canada Hockey Place trafen Jarome Iginla und Dany Heatley jeweils doppelt für den Turnier-Favoriten. Die weiteren Treffer für das mit Superstars aus Nordamerikas Profiliga NHL gespickte "Team Canada" steuerten Mike Richards in Unterzahl, Ryan Getzlaf, Corey Perry und Rick Nash bei. Zuvor hatte die USA ihr Auftaktspiel 3:1 gegen die Schweiz gewonnen.

+++Guter Start für deutsche Curling-Teams+++

Gelungener Olympia-Auftakt für die deutschen Curling-Teams: Nach dem 7:5-Erfolg der Männer um Skip Andy Kapp gegen die USA haben auch die Frauen ihre erste Partie bei den Winterspielen gewonnen. Die von Andrea Schöpp angeführte Auswahl vom SC Riessersee setzte sich gegen Russland mit 9:5 durch. Den jungen Gegnerinnen nutze im Vancouver Olympic Centre auch eine späte Aufholjagd nichts. Mit dem letzten Stein im zehnten End machte Schöpp persönlich den Erfolg perfekt.

+++Kanadierin Ricker Snowboardcross-Olympiasiegerin+++

Kanadas Olympia-Traum geht ebenso weiter Lindsey Jacobellis olympisches Trauma. Die Topfavoritin aus den USA verpasste erneut die sicher geglaubte Goldmedaille im Snowboardcross. Stattdessen wurde die Kanadierin Maelle Ricker auf dem Cypress Mountain Olympiasiegerin. Die vierte Medaille des vierten Wettkampftages an Vancouvers Hausberg war zugleich das zweite Gold dieser Winterspiele für die Gastgeber. Ricker setzte sich im Finale gegen die Französin Deborah Anthonioz durch. Bronze ging an die Schweizerin Olivia Nobs. Deutsche Teilnehmerinnen waren nicht am Start.

+++Pluschenko vor Eiskunstlauf-Gold+++

Der russische Eiskunstläufer Jewgeni Pluschenko hat den Grundstein für seine zweite Goldmedaille bei Olympischen Winterspielen gelegt. Der dreimalige Weltmeister übernahm im mit 14.200 Zuschauern ausverkauften Pacific Coliseum von Vancouver die Führung vor dem Amerikaner Evan Lysacek und Daisuke Takahashi aus Japan. Pluschenko hatte nach Olympia-Gold vor vier Jahren in Turin seine Karriere beendet und war in diesem Winter aufs Eis zurückgekehrt.

+++Trainer relativiert harte Kritik an Szolkowy+++

Keine 24 Stunden nach der Bronzemedaille im Paarlauf hat Trainer Ingo Steuer seine harte Kritik an Robin Szolkowy relativiert. "Manches Wort wurde auf die Goldwaage gelegt", sagte der 43-Jährige in Vancouver, "wir sind ein Team und ich bin unwahrscheinlich stolz auf die Leistung der Zwei". Direkt nach der verpatzten Kür hatte er die ganze Schuld Szolkowy gegeben und Aljona Savchenko in Schutz genommen. "Ich kann das locker nachvollziehen, er will mich nicht fertigmachen", sagte Szolkowy, der beim Doppel-Axel gestürzt war. Auf eine Fortsetzung der Karriere wollte sich der 30-Jährige nicht festlegen: "Alles ist offen".

+++Polizei nimmt "Anführer" der Olympia-Proteste fest+++

Die Polizei in Vancouver hat einen "Anführer" der Olympia-Demonstranten festgenommen. Wie die Sicherheitsbehörden mitteilten, wurde der 27-Jährige mit einer Geldstrafe von 5000 Kanada-Dollar (etwa 3500 Euro) belegt. Der Mann soll bei den Protesten am Samstag die Olympia-Gegner per Lautsprecher zur Randale aufgefordert haben. Bei der Kundgebung war es zu Sachbeschädigungen in der Olympia-Stadt gekommen. Zahlreiche Schaufensterscheiben gingen zu Bruch. Verletzt wurde niemand. Laut Polizeiangaben wurden insgesamt elf Personen festgenommen.

+++Wetter-Chaos in Whistler+++

Die Wetterkapriolen brachten das Programm der Alpin-Wettbewerbe weiter durcheinander. Die für Dienstag angesetzte Super-Kombination der Herren musste verschoben werden und wurde für Sonntag neu terminiert. Das Abfahrtstraining der Damen wurde ebenfalls gestrichen. Auf das für Mittwoch geplante Rennen hat dies keinen Einfluss, da es bereits einen offiziellen Trainingslauf gab.

+++Olympia-Souvenirs in Kanada ein Renner+++

Andenken von den Olympischen Winterspielen sind in Kanada gefragt wie nie. Souvenirs verkaufen sich viermal besser als erwartet, meldete der Fernsehsender CTV. Kunden stehen bis zu 45 Minuten an, ehe sie in einen "Olympic Super Store" eingelassen werden. Das Organisationskomitee VANOC rechnet mit einem Gewinn von 54 Millionen Kanada-Dollar (37,6 Millionen Euro) aus dem Verkauf von Olympia- Andenken. Besonders gefragt sind trotz der relativ milden Temperaturen die roten Strick-Fäustlinge mit dem weißen Ahornblatt. Die Handschuhe kosten 10 Dollar und finden reißenden Absatz.


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