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Super-G: Maria Höfl-Riesch rast trotz Hindernis zu Silber

Verrücktes Rennen im Super-G der Damen - mit einem silbernen Ausgang für Maria Höfl-Riesch. Auf dem höchst selektiven Kurs gelang ihr ein guter Lauf - trotz Hindernis und Fehler.

Sie war schon kurz vorm Abschwingen, weil ihr auf dem unteren Teil der Strecke ein Fahrfehler unterlief: Aber Maria Höfl-Riesch zog den Super-G-Lauf durch - und gewann Silber. Bis zur letzten Zwischenzeit lag Höfl-Riesch sogar auf Gold-Kurs. "Unglaublich, Wahnsinn und das mit diesem Riesenfehler da unten. Ich konnte es gar nicht glauben im Ziel", sagte die überglückliche Partenkirchenerin.

Das mögliche Gold verlor Höfl-Riesch, weil sie nach einem weiten Sprung zu direkt auf ein Tor zufuhr und dann stark abbremsen musste, um im Kurs zu bleiben. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell unterwegs bin." Ungläubig und erleichtert kommentierte sie danach ihren Lauf. "Es war fast eine größere Freude als beim Zieleinlauf in der Kombi, weil es so überraschend war", erklärte die dreimalige Weltmeisterin.

Mitten auf der Strecke hatte auch noch ein Streckenposten, der auf der Piste stand, für eine kurze Irritation bei Höfl-Riesch gesorgt. "Ich hab's gesehen, es war Gottseidank an keiner brenzligen Stelle", sagte sie.

Selektiver Kurs am Morgen

Die Olympiasiegerin in der Super-Kombination lag am Samstag in Krasnaja Poljana nur hinter der österreichischen Skirennfahrerin Anna Fenninger, die mit 1:25,52 Minuten 0,55 Sekunden Vorsprung auf Höfl-Riesch hatte. Bronze ging an Nicole Hosp aus Österreich.

Der technisch anspruchsvolle Starthang und eine Passage vor dem Zielhang stellte die ersten Läuferinnen vor große Probleme. Sieben der acht ersten Starterinnen schieden bei diesen beiden Schlüsselstellen des vom österreichischen Trainer Florian Winkler gestreckten Kurses aus. "Man musste mit Köpfchen fahren", erklärte Winkler.

Höfl-Riesch erfolgreichste deutsche Skirennfahrerin

Viktoria Rebensburg wurde neunte. Die Riesenslalom-Olympiasiegerin von Vancouver zeigte eine gute Fahrt, verlor aber durch einen Fehler kurz vor dem Zielhang Zeit. "Da war der komplette Schwung leider weg. Mittwoch habe ich die nächste Chance, ich bin gut drauf, das muss ich nur mal runterbringen", sagte sie mit Blick auf den Riesenslalom.

Höfl-Riesch ist nun die erfolgreichste deutsche Skirennfahrerin bei Olympischen Winterspielen. "Ich bin wahnsinnig dankbar, dass ich das hier erleben darf. Endlich habe ich auch mal eine Silbermedaille", sagte Höfl-Riesch. Sie gewann ihre zehnte Medaille bei Großereignissen, bislang war keine silberne darunter. Mit drei Gold- und einer Silbermedaille überholte sie Katja Seizinger (3-0-2). International sind nur die Kroatin Janica Kostelic (4-2-0) und die Schweizerin Vreni Schneider (3-1-1) erfolgreicher.

swd/DPA / DPA
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