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Sportförderung in der Kritik: "20.000 Euro für einen Olympiasieger, 150.000 für den Dschungelkönig"

Nach dem Debakel von London 2012 enttäuschen die deutschen Schwimmer auch im olympischen Becken von Rio am laufenden Band. Jetzt meldet sich ein ehemaliger Weltklasseschwimmer zu Wort - und übt scharfe Kritik an der Förderung der Athleten.

Markus Deibler Olympia Facebook Post

Nicht zu fassen, diese Sportförderung in Deutschland - Markus Deibler als Aktiver bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking

Das Thema schwelt seit Tagen, eigentlich seit dem enttäuschenden Start der deutschen Athleten bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro: Ist Kritik am Abscheiden überhaupt erlaubt - oder sind die deutschen Sportler vielmehr bemitleidenswerte Opfer der mangelhaften Sportförderung hierzulande?

Nachdem die Schwimmer in Rio ähnlich desaströs auftraten wie vor vier Jahren in London, hat sich jetzt ein ehemaliger deutscher Weltklassemann zu Wort gemeldet: Markus Deibler, früherer deutscher Meister und Kurzbahn-Weltrekordler über 100 Meter Lagen, sieht in der finanziellen Förderung einen Grund für das Scheitern und wählt auf seiner Facebook-Seite scharfe Worte für seine Kritik.

"In einem Land, in dem ein Olympiasieger 20.000 Euro Prämie bekommt und ein Dschungelkönig 150.000 Euro, sollte sich niemand über fehlende Medaillen wundern", schreibt der 26-Jährige.

Deutscher Sport: "Kontrollen gut, Förderung schlecht"

In Deutschland sei die Förderung schlecht und die Dopingkontrollen gut: "Damit können wir nicht mit Ländern konkurrieren, die sehr viel fördern und beim Thema Doping nicht so genau hinsehen oder es sogar betreiben." Deibler betont: "Ich sage nicht, dass hier die Kontrollen eingestellt werden sollen."

Der ganze Post im Wortlaut:

tim