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Eklat bei U-21-Test Olympia-Test nach Rassismus-Attacke abgebrochen – Gegner Honduras entschuldigt sich

Jordan Torunarigha
Abwehrspieler Jordan Torunarigha, hier im Trikot seines Bundesligaklubs Hertha BSC, ist beim Test der deutschen Olympia-Auswahl offenbar Opfer von rassistischen Beleidigungen geworden
© Filip Singer / Getty Images
Eklat beim Test der deutschen Olympia-Fußballer. Im Vorbereitungsspiel gegen Honduras wurde Jordan Torunarigha von Hertha BSC rassistisch beleidigt. Das deutsche Team verließ unter Protest das Feld. Honduras' Spieler entschuldigten sich.

Die Generalprobe der deutschen Olympia-Fußballer für die Sommerspiele in Tokio ist fünf Minuten vor Ende vorzeitig abgebrochen worden. Nach Angaben des Deutschen Fußball-Bunds wurde Verteidiger Jordan Torunarigha in der Partie gegen Honduras am Samstag in Wakayama rassistisch beleidigt, die deutsche Mannschaft verließ beim Stand von 1:1 geschlossen das Feld. Der letzte Test des Teams von Auswahl-Trainer Stefan Kuntz fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die honduranische Mannschaft erklärte über ihren Twitter-Kanal, dass es sich um Missverständnis handele. "Ich weiß nicht, wie es Ihnen ging, wenn Sie mit einer Sechs nach Hause kamen. Da habe ich zu meiner Mutter auch immer gesagt: Es war ein Missverständnis zwischen der Lehrerin und mir. Das lassen wir am besten mal unkommentiert", sagte Kuntz dazu. Torunarigha habe sich "kaum eingekriegt" und habe sich "furchtbar aufgeregt, weil er gesagt hat, dass er wiederholt rassistisch beleidigt wurde." Der Coach stellte klar: "Wenn einer unserer Spieler rassistisch beleidigt wird, ist es für uns keine Option, weiterzuspielen." Nachdem sich die Aufregung gelegt habe, sei der gesamte Kader von Honduras zur deutschen Bank gekommen und habe sich entschuldigt. "Damit war das Thema für uns gegessen", so Kuntz. Man wolle die Angelegenheit nicht länger verfolgen.

Spiel über dreimal 30 Minuten

Die Partie war über dreimal 30 Minuten angesetzt, der 23 Jahre alte Torunarigha von Hertha BSC stand sowohl im zweiten als auch im dritten Drittel auf dem Platz. Honduras war in den ersten 30 Minuten in Führung gegangen, der Augsburger Felix Uduokhai erzielte im letzten Drittel den Ausgleich.

Kuntz nutzte die Partie bis zum Abbruch zum kräftigen Rotieren und setzte alle 18 Spieler des Kaders ein. Zu Beginn baute der Coach auf Marco Richter (FC Augsburg), Max Kruse (1. FC Union Berlin) und Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen) in der offensiven Dreierkette.

Das deutsche Team konnte nach zahlreichen Absagen nur mit 15 Feldspielern und drei Torhütern nach Japan reisen. Erlaubt ist ein Kader von 22 Spielern. Am Sonntag (10 Uhr) fliegt die DFB-Auswahl nach Tokio und bezieht ihr Teamhotel in Yokohama.

Dort startet der Silbermedaillengewinner von Rio 2016 am Donnerstag (13.30 Uhr/ARD und Eurosport) gegen Olympiasieger Brasilien ins Turnier. Die weiteren Gruppen-Gegner sind am Sonntag kommender Woche Saudi-Arabien und drei Tage später die Elfenbeinküste. Die jeweils ersten beiden Teams der vier Vierergruppen erreichen das Viertelfinale.

kng / dho DPA

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