HOME

French Open: Alexander Zverev und die neue Leichtigkeit des Seins

Sascha Zverev ist mit vielen Problemen im Gepäck nach Paris gereist - und wirkt plötzlich locker wie selten zuvor. Der Deutsche hat sich gewissermaßen selber befreit. Jetzt ist alles möglich.

Von Klaus Bellstedt, Paris

"Ich spiele besser als vor drei Monaten": Alexander Zverev bei den French Open

"Ich spiele besser als vor drei Monaten": Alexander Zverev bei den French Open

AFP

Wer Alexander, genannt Sascha, Zverev in diesen Tagen bei den French Open in Paris beobachtet, der sieht einen Sportler, der entspannt wirkt. Und: Der auch ein bisschen erleichtert scheint. Jedenfalls sieht der derzeit beste deutsche Tennisspieler auch abseits des Platzes nicht so aus, als sei er in irgendeiner Form belastet. Dabei standen die Zeichen vor Beginn des zweiten Grand-Slam-Turnier in diesem Jahr nicht unbedingt gut für den Hamburger, immerhin die Nummer 5 der Welt.

Die Sandplatzsaison verlief für Zverev bis Roland Garros - vorsichtig ausgedrückt - durchwachsen. Bei den wichtigsten Sandplatzturnieren auf der ATP-Tour in Madrid, Rom und Monte Carlo war das höchste der Gefühle ein Viertelfinal-Match in Madrid. Erst kurz vor Paris, bei einem eher kleineren Turnier in Genf, gelang ihm schließlich doch noch ein Turniererfolg auf Sand.

Unruhe im eigenen Umfeld wie Gift

Fast bedenklicher waren die nicht-sportlichen Nebengeräusche, die den 22-Jährigen nun schon seit geraumer Zeit umgaben und zum Teil immer noch umgeben: Trennung von seinem langjährigen Berater, Trennung von seiner Freundin, dazu war der Vater, seine wichtigste Bezugsperson, für kurze Zeit im Krankenhaus und zu allem Überfluss berichtete sein größerer Bruder Mischa am Rande der French Open über ein leichtes Burn-Out-Syndrom.

Für einen Weltklasse-Tennisprofi ist das von allem zu viel. Unruhe im eigenen Umfeld wirkt wie Gift für einen Einzelkämpfer - und das sind ja Tennisspieler meist. Nicht mal der eigene Trainer kann derzeit helfend eingreifen. Ivan Lendl stößt wegen einer Pollenallergie (kein Scherz) erst zur Rasensaison zu seinem Schützling. Das Coaching beschränkt sich in diesen staubigen Sandplatzwochen auf tägliche Telefonate zwischen Lendls Wohnort in USA und Zverevs Tourstopps in Europa. Ideal ist das nicht. Und dann kam Paris. Und mit Paris die Befreiung - unter härtesten Bedingungen.

Japanisches Essen und Scooter-Touren

Zwei Mal musste Zverev in seinen bisherigen drei Partien bei den French Open über die volle Distanz gehen. Zwei Mal fünf Sätze. Am Samstag gegen Dusan Lajovic biss er sich bei hochsommerlichen Temperaturen auf dem neuen und von Gewächshäusern umrahmten Court Simonne-Mathieu wieder durch und es schien fast so, als würde er sich mit jedem Punkt mehr in dieses Turnier gewissermaßen hineinbeißen. 6:4, 6:2, 4:6, 1:6, 6:2 hieß es am Ende für den Deutschen. Diese Achterbahnfahrten buchen die Fans in Paris bei Zverev-Matches gerade umsonst mit dazu.

"Ich spiele besser als vor drei Monaten", sagte Zverev hinterher. Und lachte. Woran das liegt, dafür hat er gerade auch keine Erklärung. Vielleicht liegt's am gesunden japanischen Essen, das er sich hier regelmäßig gönnt. Oder an den nächtlichen Scooter-Ausflügen zum Eiffelturm. Einfach ein bisschen "cruisen" durch diese bezaubernde Stadt, alles aufsaugen, nicht zu viel nachdenken, von Spiel zu Spiel einfach weiter gehen. Es ist auch ein  Reifeprozess, den dieser Sascha Zverev gerade durchmacht. Weil er in vielerlei Hinsicht auf sich allein gestellt ist. Manchmal ist das gar nicht so schlecht. Aber man muss es eben auch erkennen. Zverev hat es erkannt. Er kann dieses Turnier jetzt vielleicht sogar gewinnen - allen Widerständen zum Trotz. 

Zverev: Ich bin bereit

Am Montag steht nun das Achtelfinale an. Es soll dann wieder kühler sein in Paris. Der Gegner ist der wilde und mitunter heißblütig-unorthodox aufspielende Italiener Fabio Fognini, die Nummer 12 der Welt. Viele sehen in ihm den Geheimfavoriten auf den Titel bei den French Open. Zverev will nicht viel über das kommende Match erzählen. Ein paar Floskeln fallen. Das Übliche. Nur eines bleibt hängen: "Ich bin bereit." Selten zuvor hat man Zverev diese Worte so sehr abgenommen, wie dieser Tage in Paris.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(