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Basketball BBC Bayreuth möchte Kevin Durant verpflichten


Immer wenn es um die mögliche Verpflichtung eines NBA-Spielers für die BBL ging, machte nur der Name Dirk Nowitzki die Runde. Jetzt hat der BBC Bayreuth einen echten Hochkaräter am Haken: Die Nordbayern sind eines von drei an Kevin Durant interessierten Teams. Durant scheint bereit für einen Wechsel nach Europa, zumal er vom neuesten NBA-Angebot an die Spieler nicht überzeugt ist.

Es klingt nach einem Marketing-Gag, doch der BBC Bayreuth beharrt darauf, ernsthaftes Interesse an Kevin Durant von der Oklahoma City Thunder zu haben. Angesichts eines weiteren NBA-Lockouts und einem damit verbundenen Saisonausfall rechnet man in Nordbayern tatsächlich mit einem Engagement eines der derzeit besten Forwards der Welt.

"Wir sind seit drei Wochen in Gesprächen mit Durants Management und haben ein gutes Angebot abgegeben", sagte der Sprecher des Tabellen-13., Michael Birkhan. Jetzt warte man auf eine schnelle Rückmeldung aus Amerika. Durant hatte zuvor erklärt, bei einem dauerhaften Lockout einen Wechsel nach Europa wagen zu wollen: "Ich bin kurz davor, nach Übersee zu gehen", zitierte ihn sports.yahoo.com.

Der Club aus Oberfranken könnte vom schon seit Monaten andauernden Tarifstreit in der NBA profitieren, in dem noch kein Kompromiss zwischen der Spielergewerkschaft und den mächtigen Clubbossen absehbar ist. "Wir sind neben Valencia und Tel Aviv eines von drei Teams, das sich konkret um ihn bemüht", meinte der Sprecher. Der BBC rechnet mit einer "zeitnahen Entscheidung".

Teurer Werbegag

Es wäre ein Coup, der im deutschen Oberhaus seinesgleichen sucht. Forward Durant ist einer der herausragenden Profis in der von Stars nur so überschwemmten NBA. Bei der WM 2010 wurde er zum wertvollsten Akteur gewählt. In den letzten beiden Spielzeiten war der Mann von Oklahoma City Thunder ligaweiter Topscorer. Für Bayreuth wäre Durant ein Publikumsmagnet in ungekannter Größenordnung - und sehr teurer.

Deshalb will ihn der Verein lediglich für einige Wochen und nicht bis zum Saisonende holen. "Wir reden von ein paar Spielen", sagte Birkhan und liebäugelt mit einem Kurzzeitengagement Durants. Finanziert werden soll der Ausnahmekönner über externe Sponsoren. Und die werden tief in die Tasche greifen müssen, wollen sie den 2,06 Meter großen US-Boy aus der Metropole Oklahoma City tatsächlich ins beschauliche und nur rund 72.000 Einwohner zählende Bayreuth locken.

Kein Problem, meint BBC-Geschäftsführer Manfred Schöttner. In finanziellen Fragen sei "eine Einigung sehr gut möglich", teilte er mit, nachdem er dem Nordbayerischen Kurier zuvor bereits von den Gesprächen berichtet hatte. Der BBC sei aber "weit davon entfernt, die unsichere Situation in der NBA für sich zu einem PR- und Marketing-Gag mit zweifelhaftem Ausgang zu nutzen".

Geheimverhandlungen offenbart

In Oklahoma sitzt Durant auf einem Fünf-Jahres-Vertrag, der ihm rund 86 Millionen Dollar garantiert. Eigentlich hätte der BBC die Verhandlungen geheim halten wollen – Journalist Marc J. Spears von Yahoosports aber machte den Vereinschefs einen Strich durch die Rechnung. Er sprach mit Durant und recherchierte Bayreuth als einen der interessierten Clubs.

Wie konkret Durants Wechselgedanken werden, hängt vor allem vom Erfolg der NBA-Tarifgespräche ab. Es gilt als äußerst ungewiss, ob die Profis ein überarbeitetes Angebot der Liga aus der vergangenen Woche annehmen. Durant hatte sich im Interview mit Spears gegen das Angebot ausgesprochen: "Es ist kein gutes Angebot und nicht das, was wir wollen“, zitierte ihn sports.yahoo.com. Eine Ablehnung würde Durants Wechselgedanken natürlich beschleunigen.

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