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Basketball-WM: Dirk, der Retter

Deutschlands Basketballer stehen im Viertelfinale der Weltmeisterschaft. Sie gewannen in einem weiteren Krimi gegen Nigeria hauchdünn mit 78:77. Jetzt treffen sie auf den Top-Favoriten USA.

Das US-Team besteht aus einigen der besten Spieler der nordamerikanischen Profiliga NBA. Das beim WM-Turnier noch ungeschlagene "Team USA" fertigte Australien dank einer furiosen zweiten Halbzeit mit 113:73 ab.

Beim zweiten deutschen "Zittersieg" nach der Dreifach-Verlängerung in der Vorrunde gegen Angola (108:103) waren NBA-Star Dirk Nowitzki mit 23 Punkten und der in Nigeria geborene Ademola Okulaja (19) die beiden überragenden deutschen Korbschützen. Bei den Afrikanern, die in der Vorrunde den von Spanien im Achtelfinale entthronten Titelverteidiger Serbien und Montenegro mit 82:75 besiegt hatten, traf Ekene Ibekwe (22) am besten.

Harter Gegner im Viertelfinale

"Die Amis sind natürlich die Top-Favoriten. Schade, dass wir schon im Viertelfinale auf sie treffen. Aber wir werden unser Bestes geben", meinte der für die Dallas Mavericks spielende Nowitzki, der mit Dwyane Wade von den Miami Heat noch eine Rechnung vom verlorenen NBA-Finale offen hat. Der "wertvollste Spieler" (MVP) der Finalserie war beim Kantersieg gegen Australien mit 15 Punkten drittbester US- Werfer hinter Carmelo Anthony (20) und Joe Johnson (18).

Bundestrainer Dirk Bauermann strahlte nach dem hart umkämpften Sieg gegen Nigeria und freut sich auf das Duell mit den USA. "Das wird ein Traum-Viertelfinale und wird dem Basketballsport große Aufmerksamkeit in Deutschland bescheren", sagte der 48-Jährige. Zur Schwere der Aufgabe für den Bronzemedaillengewinner von 2002 meinte Bauermann als Augenzeuge des US-Sieges gegen Australien: "Wenn wir hundert Mal gegen die USA spielen, können wir vielleicht zwei Mal gewinnen. Wir dürfen nur nicht in Ehrfurcht erstarren."

DPA

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