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Biathlon: Neuner gewinnt zweites WM-Gold

Magdalena Neuner hat dank einer imposanten Laufleistung das fast Unmögliche geschafft: Sie gewann bei der WM in Russland Gold im Massenstart, obwohl sie vier Strafrunden absolvieren musste.

Dank einer einmal mehr überragenden Laufleistung hat sich Magdalena Neuner bei den Biathlon-Weltmeisterschaften im russischen Chanty-Mansijsk ihr zweites Gold geholt und ist damit schon jetzt zur erfolgreichsten Medaillensammlerin avanciert. Die zweimalige Olympiasiegerin konnte sich am Samstag im Massenstartrennen sogar vier Strafrunden leisten. Dennoch verwies die 24-Jährige in einem packenden Finale die Weißrussin Darja Domratschewa auf den Silberrang. Bronze ging an Tora Berger aus Norwegen.

Für Neuner war es nach Gold im Sprint sowie Silber in der Verfolgung und mit der Mixed-Staffel bereits das vierte Edelmetall bei diesen Welttitelkämpfen. So viel holte in Sibirien keine andere Biathletin. "Nach den Fehlern hätte ich nicht gedacht, dass ich noch gewinnen kann. Super", sagte die strahlende Siegerin, die sich nun neunmalige Weltmeisterin nennen darf. "Das hört sich super an." Damit zog die Wallgauerin nach WM-Titeln mit Petra Behle gleich. Besser in dieser Statistik ist nur noch die Russin Jelena Golowina mit zehn Erfolgen.

Favoriten im Staffelrennen


Doch diese Rekordmarke könnte die 24-Jährige schon im Sonntag beim WM-Finale einstellen. Denn im Staffelrennen gehören die Deutschen zu den Top-Favoritinnen. "Unsere Chancen stehen gut. Aber die Staffel hat ihre eigenen Gesetze, das hat man ja bei den Männern gesehen", sagte Neuner. Im deutschen Quartett werden neben Neuner noch Andrea Henkel, Tina Bachmann und Miriam Gössner laufen.

Doch dann brauchen sie besseres Zielwasser. Denn am Samstag leistete sich die im Einzel mit WM-Silber dekorierte Tina Bachmann als Zwölfte gleich fünf Strafrunden wie auch Andrea Henkel, die einen Platz dahinter ins Ziel kam. Miriam Gössner (14.) musste gar sechsmal in die Strafrunde abbiegen.

Mit der Sonne um die Wette gestrahlt


Mit der Sonne um die Wette strahlte aber einmal mehr Magdalena Neuner. Vor einer diesmal prächtigen Zuschauerkulisse und mit plus zwei Grad für Sibirien fast schon frühlingshaften Temperaturen musste sie allerdings alles geben, ehe sie ihren Triumph genießen konnte. Denn am Schießstand ließ sie wie viele andere auch ordentlich Federn. "Ich hatte Glück, dass die anderen ebenfalls daneben geschossen haben", bekannte die 24-Jährige. Sonst wäre es wohl nichts mit Gold geworden.

Nach dem dritten Schießen war Magdalena Neuner mit einem Rückstand von 35 Sekunden nur als Siebte auf die Strecke gegangen. Aber Gold-Lena", die wieder einmal die Laufbestzeit in den Schnee zauberte, war bis zum finalen Schießen wieder auf Schlagdistanz. In der Schlussrunde fing die schnelle Bayerin die Führende Darja Domratschewa ab und war nicht mehr aufzuhalten.

Neuner: Habe Vollgas gegeben


"Ich habe Vollgas gegeben und gehofft, dass Darja irgendwann wegfallen wird. Das war ein hartes Rennen", meinte die Weltmeisterin. "Man merkt, dass die Beine nach der langen Saison brennen. Aber bei den anderen noch ein bisschen mehr als bei mir."

DPA/tis / DPA

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