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Biathlon-WM: Damen-Staffel holt viertes Gold

Vier Mal Gold, ein Mal Silber und zwei Mal Bronze - diese Bilanz der deutschen Biathletinnen bei der Weltmeisterschaft im Südtiroler Antholz lässt sich sehen. Zum WM-Abschluss hat sich auch die Damen-Staffel das letzte Gold erjagd.

Mit dem ersten WM-Staffelsieg seit 1999 haben die deutschen Biathletinnen am Sonntag ihr hervorragendes Abschneiden bei den Weltmeisterschaften im Südtiroler Antholz gekrönt. In der Besetzung Martina Glagow (Mittenwald), Andrea Henkel (Großbreitenbach), Magdalena Neuner (Wallgau) und Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) kam das Quartett des Deutschen Skiverbandes ohne Strafrunde und mit nur sieben Reservepatronen über die 4 mal 6 Kilometer. Sie erreichten beim überlegenen Erfolg nach 1:14:19,1 Stunden das Ziel. Mit 1:07,8 Minuten Rückstand belegte Frankreich den zweiten Platz vor Norwegen (+1:29,7).

"Es wurde ja auch Zeit. Wir haben uns am Vorabend auf den Sieg eingeschworen - übrigens erst der zweite für eine deutsche Staffel seit der Verkürzung der Laufstrecken auf sechs Kilometer", sagte Andrea Henkel freudestrahlend. Als einzige des Quartetts war sie bei der WM 1999 als Ersatzfrau dabei.

20 Jahre und schon der neue Superstar

Durch den Staffelerfolg stieg die gerade erst 20 Jahre alt gewordene Magdalena Neuner zur erfolgreichsten Teilnehmerin der Titelkämpfe auf. Der neue Superstar in der deutschen Mannschaft hatte bereits am ersten WM-Wochenende den Sprint und die Verfolgung gewonnen. Das schaffte in dem Alter vor ihr noch keine Skijägerin der Welt. Für Andrea Henkel, die am Samstag den Massenstart gewonnen hatte, war es der zweite Sieg in den zehn Antholzer Tagen.

Martina Glagow, die läuferisch ein paar Probleme hatte und sich nach dem harten WM-Programm ausgelaugt fühlt, wechselte als Fünfte mit 9,5 Sekunden Rückstand zu den überraschend führenden Polinnen. Andrea Henkel brachte das Quartett mit 13,5 Sekunden vor Russland in Führung. Magdalena Neuner baute den Spitzenplatz trotz einer Zittereinlage beim Stehendschießen mit drei Nachladern auf 1:10 Minuten vor Frankreich aus. Kati Wilhelm, die als einzige makellos alle Scheiben traf, lief das Gold souverän nach Hause.

Damit sicherten sich die Damen von Bundestrainer Uwe Müssiggang vier Mal Gold, ein Mal Silber und zwei Mal Bronze. In der 17-jährigen Amtszeit Müssiggangs gewannen deutsche Biathletinnen inzwischen 61 Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.

DPA / DPA

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