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Doping-Beichte: Godefroot nicht mehr Astana Berater

Nach dem Doping-Geständnis von Radprofi Jörg Jaksche hat es erste personelle Konsequenzen gegeben. Das Astana-Team verkündete, dass es kein Bedarf mehr für Telekom-Teamchef Walter Godefroot hat. Alessandro Petacchi kämpft derweil um seine Teilnahme an der Tour de France.

Der ehemalige Telekom-Teamchef Walter Godefroot wird die Radmannschaft Astana nicht mehr beraten. "Er sollte die technischen Strukturen in unserem neuen Team helfen mitaufzubauen. Und das hat er getan. Jetzt haben wir keinen Bedarf mehr für ihn", sagte Astana-Teamchef Marc Biver.

Der Luxemburger lehnt im "Tagesspiegel" eine interne Untersuchung der Dopingvorwürfe gegen seine Mannschaft, in der Matthias Kessler, Andreas Klöden und Tour-de-France-Favorit Alexander Winokurow fahren, ab. "Was soll ich untersuchen? Wir sind ein komplett neues Team und ich bin seit 1. Januar 2007 verantwortlich. Was vorher war, kann ich nicht sagen." Der Astana-Chef warf Jaksche vor, "Gerüchte in die Welt zu setzen". Tatsache ist allerdings, dass Kessler vor einigen Tagen eine positive A-Probe abgegeben hat.

Petacchi beteuert Unschuld

Unterdessen beteuerte der unter Dopingverdacht stehende Alessandro Petacchi vor der italienischen Antidopingkommission seine Unschuld. Ob er bei der Tour de France starten werde, ließ er offen: "Dies hängt nun von der Antidopingkommission ab, sie hat es in der Hand", sagte der 33-Jährige in Rom. Petacchis Verhör bei Italiens Antidopingchef Ettore Torri dauerte rund zwei Stunden, danach wurde der von Jaksche belastete Milram-Teammanager Gianluigi Stanga vernommen. Eine Entscheidung im Fall Petacchi werde "sehr schnell fallen", sagte Torri. Zu Petacchis Aussagen äußerte er sich nicht.

Eine Entscheidung über die sportliche Zukunft von Stanga wird es dagegen erst am Dienstag oder Mittwoch geben. "Milram-Marketing-Chef Mischel, Stanga und ich treffen uns in den nächsten beiden Tagen, um die Lage zu klären. Ich bin gerade dabei, die Termine unter einen Hut zu bekommen", sagte Team-Manager Gerry van Gerwen.

DPA / DPA

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