HOME

Doping-Skandal: Neue Gerüchte um T-Mobile

Welche Horror-Meldungen hat der deutsche Radsport-Fan noch zu verkraften? Nachdem die Tour de France ohne "Ulle" rollt, gerät ein neuer T-Mobile-Profi unter Dopingverdacht.

Im Team T-Mobile wird aufgeräumt. Und zwar gründlich. Nach der Suspendierung ihrer Topstars Jan Ullrich und Oscar Sevilla, versprach die Leitung des Bonner Rennstalls einen heldenhaften Kampf für einen sauberen Sport - und ein Vorgehen gegen alle Rennfahrer, die auch nach dem drastischen Durchgreifen der Polizisten in Spanien noch bei der Einnahme unerlaubter Mittel erwischt werden.

Auf der Suche nach Indizien wird das Team T-Mobile nun sogar von den deutschen Medien unterstützt. Die Süddeutsche Zeitung enthüllte die vielleicht nächste Katastrophe für den magentafarbenen Rennstall: Das Blatt entdeckte ein Fax, das offensichtlich aus dem Jahre 1998 stammt.

Jörg Ludewig unter Dopingverdacht

Auf dem fragt ein Fahrer namens Jörg Ludewig einen unbekannten Fax-Empfänger nach der Medikamentierung alle möglichen Dopingmittel: Es gibt Hinweise auf die Einnahme von Testosteron und des Wachstumshormons HGH sowie nicht genannte weitere Hormone. Außerdem deutet das Fax auf Praktiken des EPO- und Blutdopings hin. Ludewig fuhr damals noch für das zweitklassige Team EC Bayer Worringen und war auf dem Sprung ins Team Gerolsteiner. Das heutige Pro-Tour-Team war damals ebenfalls noch zweitklassig unterwegs.

Das Team T-Mobile hat es also nun mit einem weiteren Hinweis auf Doping in seinen Reihen zu tun. Ludewig ist erst seit diesem Jahr bei T-Mobile unter Vertrag. Für den 30-Jährigen ging nach sechs Jahren in italienischen Mannschaften ein Traum in Erfüllung: Auch wenn war klar war, dass er ausschließlich in der Rolle des Helfers Wasserflaschen für Teamkollegen transportieren würde und die Stars seiner Mannschaft in seinem Windschatten fahren lassen müsste - so, wie er es bei seinem letzten Einsatz beim Giro d'Italia für den angeblich gedopten Jan Ullrich tat.

Für Ludewig erfüllte sich ein Traum

Der sympathische Ostwestfale zeigt sich, wenn er das Rennradtrikot ablegt und die Fahrradschuhe auszieht, in seiner Freizeit gerne in Lifestyle-Klamotten. Die blonden Haare sind dann nach oben gegelt. Ludewig sagt von sich selbst, dass er sich als kommunikativer Mensch in dem Kommunikationsunternehmen T-Mobile sehr wohl fühlt. Sympathisch kommt er daher, fröhlich und immer mit einem Spruch auf den Lippen. Und, so dachte man bisher immer, auch ehrlich. Die Leitung des Teams T-Mobile hat Ludewig, der nicht im Touraufgebot der Mannschaft ist, vom Auftauchen des Faxes informiert. Nun spricht Ludewig nicht mehr, wie Ullrich ist auch er derzeit nicht erreichbar. Den Vorgang gab er an seine Anwälte weiter.

Steckt also hinter der Saubermann-Fassade ein Sportler, der sich jahrelang systematisch gedopt hat? Das Ungeheuerliche an der Entdeckung dieses Faxes ist zum einen die Tatsache, dass sie auf systematisches Doping auch in den unterklassigen Radsportteams hinweist - und das schon vor acht Jahren. Das wäre ein weiterer Hinweis dafür, das wohl seit langem nicht nur in der Weltspitze des Radsports zu verbotenen Mitteln gegriffen wird, um Karrieren anzuschieben.

Wenn selbst ein Rennfahrer, der aus einer zweitklassigen Mannschaft auf dem Sprung in eine nächste zweitklassige Mannschaft so umfassendes Doping betreibt, lässt sich erahnen, wie tief der Dopingsumpf im Radsport sein muss. Ein Hinweis auf systematisches Doping ist auch das Ergebnis einer vom Radsportweltverband UCI in Auftrag gegebene Studie, die von der ARD veröffentlicht wurde. Laut Wilhelm Schänzer, Leiter des Doping-Kontroll-Labors in Köln weist die Studie, darauf hin, dass es deutliche Kennzeichen auf Blutdoping-Methoden bei "zahlreichen Athleten" im Profiradsport gibt.

Doping-Fax unmittelbar nach der Festina-Affäre

Zum anderen ist es für den Radsport-Fan ein Schock, dass das Fax offensichtlich aus dem Herbst 1998 stammt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Radsportwelt gerade die so genannte Festina-Affäre hinter sich gebracht. Denn kurz vor Beginn der Tour de France wurde der Willy Voet, ein Betreuer des spanischen Rennstalles Festina festgenommen - in seinem Auto wurde eine ganze Batterie leistungssteigernde Mittel gefunden, unter anderem das Blutdopingmittel EPO. Die zwei spanischen Teams Festina und TVM stiegen daraufhin aus der Tour de France aus. Festina wurde flächendeckendes Doping wurde nachgewiesen. Viele Fahrer wurden gesperrt. Der Star der Mannschaft, Richard Virenque leugnete lange jede Einnahme von Dopingmitteln. Beim Prozess um den Skandal brach er dann jedoch weinend zusammen, gab Doping zu und wurde - für ein halbes Jahr gesperrt! Es scheint einige Parallelen zum diesjährigen Doping-Skandal zu geben.

Damals wurde dem Radsportfan versprochen, dass alles für einen sauberen Radsport getan würde. Und nur wenige Wochen später schreibt Jörg Ludewig angeblich so ein Fax aus dem zudem hervorgeht, dass er sich die Mittel auf Rhodos besorgt habe. Der Heidelberger Zell- und Molekularbiologe erklärt dazu in der SZ: "Der griechisch-türkische Raum gilt als Schmuggelschneise für illegalen Doping-drogendreck nach Deutschland." Eine abschreckende Wirkung scheint die Ankündigung der Anti-Dopingexperten 1998 also nicht gehabt zu haben. Zudem ist die Einnahme von Hormonen und die Praxis des Eigenblutdopings auch heute noch kaum nachweisbar. Trotz umfassender Dopingkontrollen bleiben die Sportler, die sich dieser Methoden bedienen, auch heute unerkannt.

Eine Frage drängt sich auf: Welchem der 172 Profis, die gerade bei der Tour de France um die Nachfolge von Jan Ullrich und Lance Armstrong kämpfen, nimmt man noch ab, dass er ungedopt über Frankreichs Landstraßen rollt?

Annette Jacobs

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(