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Eishockey Interview mit DEG-Manager Lance Nethery


Der DEL droht die letzte Saison mit einem seiner traditionsreichsten Teams. Seit vier Monaten suchen die DEGMetro Stars vergeblich nach einem neuen Investor. Im Interview nimmt Manager Lance Nethery Stellung.

Noch hat Manager und Geschäftsführer Lance Nethery Hoffnung. Aber die Suche nach einem neuen Investor ist auch für den achtmaligen deutschen Meister DEGMetro Stars keine leichte Aufgabe. Die Zukunft des Traditionsteams in der Deutschen Eishockey Liga hängt davon ab. Im Interview stellt Nethery die aktuelle Situation dar.

Im Mai hat die Metro ihren Rückzug zum Ende der neuen Saison angekündigt. Gibt es Gespräche mit potenziellen neuen Investoren?

Lance Nethery: Nein, es hat sich auch noch niemand gemeldet.

Was würde es bedeuten, wenn sie bis Frühjahr niemanden finden?

Dass hieße dann, dass wir unsere GmbH liquidieren würden und nicht mehr in der DEL spielen können.

Was hieße das konkret? Würde die DEG dann in der zweiten Liga oder gar der drittklassigen Oberliga antreten?

Die 2. Liga ist unmöglich, das ist auch nicht so billig. Das müssten wir dann diskutieren. Ich weiß auch nicht, ob wir direkt in der Oberliga starten können. Wir werden aber auf alle möglichen Szenarien gut vorbereitet sein.

Schlafen sie schlecht zur Zeit angesichts dieser Aussichten?

Nein, ich schlafe sehr gut (lacht). 

Gibt es denn etwas, das sie zuversichtlich stimmt?

Ich kann nur möglichen Investoren sagen, dass sie bei uns in die Zukunft investieren können, da wir schuldenfrei sind. Das ist sehr positiv. Ich bin immer noch sehr optimistisch, dass wir nächste Saison eine DEL-Mannschaft in Düsseldorf haben werden. Wir haben gute Voraussetzungen, aber wir wissen auch, dass es nicht einfach ist. Wir probieren jeden Tag, mit Investoren in Kontakt zu treten. Je schneller wir etwas wissen, desto besser ist das natürlich für uns. Wir haben immer noch acht Monate Zeit, das hinzubekommen.

Ihr Vertrag läuft aus. Arbeiten sie auch nach 2012 in Düsseldorf?

Wenn die neuen Leute mich haben wollen, ja. Wenn nicht, dann nicht. Ich selbst würde gerne bleiben, fühle mich wohl.

Sie sind seit Mitte der 90er Jahre in der DEL, haben auch für Frankfurt, Köln und Mannheim gearbeitet. Können sie sich eine DEL ohne DEG eigentlich vorstellen?

Nein.

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