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Golf PGA Championship - Kaymer und Woods raus


Ein schwerer Platz, knifflige Grüns und große Hitze - die PGA Championship ist ein echter Härtetest, doch die Favoriten sind zur Halbzeit eher die Opfer des selektiven Kurses des Atlanta Athletic Clubs. Martin Kaymer und Tiger Woods verpassten den Cut, von den Top-20 der Weltrangliste rangieren derzeit nur drei unter den ersten 25.

Martin Kaymer und Tiger Woods haben den Cut bei der PGA Championsip verpasst. Wie viele andere Favoriten auch hatten sie auf dem schweren Platz des Atlanta Athletic Clubs große Probleme. Eine ganze Reihe von Außenseitern nutzte die Gunst der Stunde und spielte sich in den Vordergrund.

Alle Fans durften sich über die Entwicklung auf der zweiten Runde freuen, denn das Feld schob sich dicht zusammen, was ein spannendes Wochenende verspricht, zumal man mit nur einer gelungenen Runde unglaublich viele Plätze gutmachen kann. Bestes Beispiel dafür waren die beiden Amerikaner Jason Dufner und Keegan Bradley, die sich mit fünf Schlägen unter Par die Halbzeit-Führung teilen. Während Dufner eine 65 spielte, gelang Rookie Bradley mit einer 64 die beste Runde des Tages. Letzterer machte 35 Plätze gut, Dufner kletterte 22 Ränge nach oben.

Stricker marschiert in die falsche Richtung

Einen Schlag hinter dem US-Duo lauern mit John Senden (Australien), Jim Furyk, D.A. Points, Scott Verplank, und Brandt Jobe (alle USA) gleich fünf schlaggleiche Spieler. Wie dicht Freud und Leid beieinander lagen, erlebte Steve Stricker am zweiten Tag.

Der Amerikaner, der nach seiner famosen 63 zum Auftakt einsam in Führung lag, fiel mit einer 74 auf den geteilten achten Platz (-3 Schläge) zurück. Dennoch ist Stricker neben Adam Scott (-2) und Lee Westwood (-1) der einzige Top-20-Spieler der Weltrangliste, der momentan unter den ersten 25 Spielern platziert ist.

Eine Entscheidung ist jedoch längst noch nicht gefallen. Spieler wie Luke Donald, Sergio Garcia, Phil Mickelson oder Nick Watney (alle +1), sind ebenso noch im Rennen wie Charl Schwartzel oder Matt Kuchar (+2). Die Grüns auf dem Highlands Course werden angesichts der großen Hitze vermutlich noch härter, schneller und damit schwieriger werden.

McIlroy kämpft sich durch

Für den dritten Tag wird sich daher auch Rory McIlroy noch viel vorgenommen haben. Der Moving Day bietet auch ihm noch die Chance, sich für das Finale in Position zu bringen. Der Nordire war trotz seiner am Vortag erlittenen Hand- und Armblessur zur zweiten Runde angetreten.

"Die Ärzte haben gesagt, dass ich nicht mehr Schaden anrichten kann. Wenn ich das Gefühl hätte, dass es geht, dann solle ich weitermachen. Die Entscheidung hing allein von mir ab, und ich hatte den Eindruck, dass es geht", so McIlroy bei pga.com. Die Schmerzen seien dann auch deutlich geringer gewesen als auf der ersten Runde.

Schlimmer als der Arm war dann wohl eher das Missgeschick auf der 17, als McIlroy mit einem Triple-Bogey patzte. Am Ende haderte er vor allem mit seinen Putts. "Wie in der letzten Woche schon läuft es auf den Grüns nicht wirklich. Das einzige, was ich noch machen kann, ist nachher ein paar Putts zu üben", bilanzierte McIlroy bei pga.com.

Kaymer ist frustriert

Jede Menge Frust schob Martin Kaymer nach der zweiten Runde. Der Titelverteidiger spielte bis zum Grün gutes Golf, er konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen. Am Ende musste er eine 73 auf seiner Scorekarte notieren (insgesamt +5). "Spielerisch war das gut, aber es ist einfach nichts gefallen. Auf der Backnine habe ich jedes Grün 'in Regulation' erreicht, aber nur der Putt auf der 18 geht rein. Es war frustrierend", wurde Kaymer bei pga.com zitiert.

Die Statistiken belegten den Eindruck des 26-Jährigen. 77 Prozent der Grüns erreichte er mit der vorgegebenen Schlagzahl (Green in Regulation), was einen hervorragenden Wert darstellt. Auch 57 Prozent getroffene Fairways sind für Kaymer ok, allein die 34 Putts vermasselten ihm ein besseres Ergebnis und die Teilnahme an den beiden Schlussrunden. Der Titelverteidiger verpasste den Cut um einen Schlag.

Er befand sich mit seinem enttäuschenden Ergebnis in guter Gesellschaft, auch wenn ihn das kaum trösten wird. Mit Lucas Glover (+15), Darren Clarke (+14), Graeme McDowell (+12), John Daly (+11), Vijay Singh (+10), Louis Oosthuizen (+10), Dustin Johnson (+7), Camilo Villegas (+6), Ernie Els (+6) oder auch Jason Day (+5) müssen ebenfalls vorzeitig ihre Koffer packen.

Tiger Woods auf verlorenem Posten

Und dann war da auch noch ein gewisser Tiger Woods. Die ehemalige Nummer eins der Welt erlebte ein weiteres bitteres Kapitel auf der Suche nach der Form vergangener Zeiten. Der Amerikaner kämpfte verbissen um jeden Schlag, allein das war aller Ehren wert. Das Ergebnis war dennoch ernüchternd. Nach der 77 zum Auftakt legte er eine 73 nach und verpasste mit zehn Schlägen über Par deutlich den Cut, zum ersten Mal überhaupt bei der PGA Championship.

Seine spielerischen Probleme waren unübersehbar. Er hatte große Probleme mit der Genauigkeit und Distanzkontrolle seiner Schläge. Drei Bogeys und zwei Doppelbogeys spiegelten das wider, da halfen auch insgesamt vier Birdies nicht weiter. Fünf Doppelbogeys hat Woods an zwei Tagen hinnehmen müssen, vor dieser Woche waren es in seiner gesamten Karriere bei der PGA Championship ganze neun.

Nach dem verpassten Cut droht Woods eine erneute Spielpause. Vor einigen Tagen hatte er schon angekündigt, in der kommenden Woche nicht beim Wyndham Classic antreten zu wollen. Bleibt es dabei, dann hätte er keine Chance mehr, sich noch für die Playoff-Turniere des FedEx Cups zu qualifizieren.

Lars Ahrens

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