Handball-WM Brands Ballermänner distanzieren Australien


Einen Tag nach dem 40:17-Auftaktsieg gegen Katar distanzierte der EM-Zweite am Dienstag in Viseu Australien im ersten Aufeinandertreffen mit 46:16.

Das Jubiläums-Länderspiel für Klaus-Dieter Petersen und Markus Baur endete mit einem historischen Erfolg für die deutschen Handballer. Einen Tag nach dem 40:17-Auftaktsieg gegen Katar distanzierte der EM-Zweite am Dienstag in Viseu Australien im ersten Aufeinandertreffen mit 46:16 (24:6). Mit diesem zweiten Kantersieg im zweiten Spiel der Vorrundengruppe B bleiben die „Ballermänner“ des Deutschen Handball-Bundes (DHB) bei der Weltmeisterschaft in Portugal auf Hauptrundenkurs.

Ruhetag

Rund 450 Zuschauer bejubelten im Pavilhao Multiusos Stefan Kretzschmar (10) vom SC Magdeburg als besten Torschützen für das Team von Bundestrainer Heiner Brand. Nach einem Ruhetag trifft die deutsche Nationalmannschaft im dritten Gruppenspiel am Donnerstag an gleicher Stelle auf Grönland.

Widerspenstige Australier

Vor Beginn des ungleichen Duells wurden der Kieler Klaus-Dieter Petersen für seinen 300. Einsatz im DHB-Trikot und Kapitän Markus Baur aus Lemgo für sein 150. Länderspiel geehrt. Im Gegensatz zum Vortag, als die Australier gegen Island mit 15:55 untergingen, erwiesen sie sich in den ersten Minuten als unbequemer Widerpart. Mit ihren limitierten spielerischen Mitteln stemmten sie sich gegen ein ähnliches Debakel wie gegen den EM-Vierten.

Konter auf Konter

Zudem ließen die Deutschen im Angriff die letzte Konsequenz vermissen und überzeugten auch in der Abwehr nicht durchgehend. Trotzdem dominierte der Favorit die Länderspiel-Premiere gegen das Team vom fünften Kontinent nach Belieben. Von 4:0 (7.) zogen die Schützlinge von Heiner Brand über 8:2 (11.) bis auf 14:4 (20.) davon. Danach war der Widerstand der hoffnungslos überforderten Australier gebrochen. Konter auf Konter überrollte den Außenseiter und die DHB-Auswahl setzte sich trotz zweier vergebener Siebenmeter durch Baur und Kretzschmar (Magdeburg) bis zur Pause auf 24:6 ab.

Nach Wiederanpfiff sorgte Kretzschmar mit drei Treffern in Folge für das 27:7 (34.) und erstmals für einen 20-Tore-Vorsprung. Als Schwachpunkt erwies sich im zweiten Durchgang der rechte Rückraum, wo der Wallauer Christian Rose den zuvor solide agierenden Volker Zerbe (Lemgo) ersetzte. So liefen die meisten Angriffe über links, wo Kretzschmar ein ums andere Mal den Torhüter überlistete. Insgesamt aber wirkte das Spiel der deutschen Mannschaft unstrukturiert, so dass Brand in der 45. Minute eine Auszeit nahm und seine Akteure auf durchdachtes Spiel einschwor.

Martin Kloth DPA

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