LEICHTATHLETIK Katrin Krabbe gegen IAAF: Ende in Aussicht


Im bereits seit sieben Jahren andauernden Entschädigungsprozess der früheren Weltklasse-Sprinterin Katrin Krabbe-Zimmermann gegen den Internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) zeichnet sich ein Ende ab.

Im bereits seit sieben Jahren andauernden Entschädigungsprozess der früheren Weltklasse-Sprinterin Katrin Krabbe-Zimmermann gegen den Internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) zeichnet sich ein Ende ab. Die Doppel-Weltmeisterin von 1991 über 100 und 200 m hat am Mittwoch überraschend persönlich an der Fortsetzung ihrer Marathon-Verhandlung vor dem Landgericht München teilgenommen. Sie fordert von dem Weltverband rund 2,5 Millionen Mark Schadenersatz wegen einer ihrer Meinung nach ungerechtfertigten Sperre von 1993 bis 1995. Krabbe hofft auf eine Entscheidung noch im Sommer.

Unzulässig lange Sperre

Die jetzt 31-jährige Mutter von zwei Söhnen war 1992 wegen Einnahme eines damals noch nicht auf der Dopingliste stehenden Aufbaumittels vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) auf ein Jahr von der Wettkampfteilnahme ausgeschlossen worden. Die Gerichte bestätigten diese Maßnahme, erklärten aber eine Verlängerung der Sperre bis 1995 durch die IAAF für unzulässig. In dem neuen Prozess geht es um die Höhe des grundsätzlich bejahten Anspruchs auf Schadenersatz.

Ein Drittel weniger Startgelder

Drei Jahre lang hat die Zivilkammer weltweit Chefs von Leichtathletik-Verbänden vernehmen lassen. Am Mittwoch bestätigte der Generalsekretär des belgischen Verbandes, Krabbe hätte in den fraglichen Jahren ohne Sperre für den Antritt beim jährlichen Brüsseler Leichtathletik-Wettbewerb mit einem Startgeld bis zu 30 000 US-Dollar rechnen können. Die rechtskräftig gewordene einjährige DLV-Sperre hätte diese Summe womöglich auf ein Drittel verringert. »Nach meiner Philosophie spricht nach Ablauf einer Sperre nichts gegen den Comeback-Versuch eines Athleten, wenn er gut ist«, betonte der Zeuge.


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