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LEICHTATHLETIK: Silber für Noname-Schultz

Ingo Schultz, der »Sprinter ohne Namen« sorgte bei der Leichtathletik-WM für eine echte Sensation. Mit seinem Silberlauf mutierte der Hamburger zum echten Superstar.

Ingo Schultz, der »Sprinter ohne Namen« sorgte bei der Leichtathletik-WM für eine echte Sensation. Mit seinem Silberlauf mutierte der Hamburger zum echten Superstar. »Unglaublich. Ich kann es kaum fassen«, jubelte der für die LG Olympia Dortmund startende Schultz und fügte schmunzelnd hinzu: »Jetzt dürften einige meinen Namen kennen.« Erst zum zweiten Mal nach Thomas Schönlebes Sieg 1987 in Rom rannte ein deutscher Viertelmeiler bei einer WM in die Medaillenränge. Das zahlte sich für den Bundeswehr-Oberleutnant aus: 30 000 US-Dollar (fast 70 000 Mark) Prämie erhält Schultz. »Ich richte mir gerade eine Wohnung ein. Da kann man viel reinstecken«, freute sich der 26-Jährige, der Karriere im Raketentempo gemacht hat.

Oberleutnant Schultz

Über den Coup des Zwei-Meter-Riesen dürfte sich auch Verteidigungsminister Rudolf Scharping gefreut haben. Schultz hat sich für zwölf Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet, »dass ein Offizier Leistungssport macht, war da nicht vorgesehen«. Sein Antrag auf Freistellungen war bei der offiziellen Dienststelle anscheinend nie angekommen. Erst als DLV-Vizepräsidentin Dagmar Freitag, zugleich sportpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, bei Scharping wegen des Leichtathleten vorstellig wurde, klappte es.

Kaum Zeit für Doktorarbeit

An der Bundeswehr-Hochschule in Hamburg hat der Elektrotechnikstudent Schultz im April seine Diplomarbeit mit 1,3 abgelegt. Jetzt steht eine Doktorarbeit über »Organische Transistoren auf polymerischer Basis« an. »Was das genau ist, weiß ich auch nicht. Ich bin bisher nicht dazu gekommen, mich einzulesen.«

Geige statt Stadion

Dafür wird der deutsche Vizemeister so schnell wohl keine Zeit haben. Auf einen Schlag ist der 400-m-Läufer ein gefragter Mann, schließlich taugt seine sportliche Vita zum Bestseller: Als Schüler hatte Schultz mit Sport nichts am Hut, spielte lieber Geige und sang im Chor. Den ersten Wettkampf überhaupt bestritt er 1997 - beim Hamburg-Marathon. In der Uni versuchte er sich unter seinem jetzigen Trainer Jürgen Krempin dann im Kugelstoßen, bis er beim Schnuppertraining der TSG Bergedorf über die Stadionrunde allen davonlief.

»Er möchte immer gewinnen«

Für Sommer 1999 peilte Schultz die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften an, im Winter darauf war er bereits Vize-Europameister in der Halle. Zur WM nach Sevilla durfte das Naturtalent trotz erbrachter Norm nicht mit, weil er keinem Kader angehörte und somit nicht im Dopingkontrollsystem erfasst war. Bei seiner WM-Premiere glänzte Schultz bereits im Halbfinale mit einem »Killer-Ding«: Seine 44,66 Sekunden bedeuteten die drittschnellste Zeit, die je ein Deutscher über 400 m gelaufen ist. Da war er eigentlich schon über sein Ziel hinausgeschossen. »Er läuft so schnell, wie man mit diesem Laufstil eigentlich nicht sein kann«, sagte Krempin. »Ingo hat keine Angst vor den 400 m, vielleicht weil er noch nicht so lange dabei ist. Und er möchte immer gewinnen.«

Verblüffte Gegner

Sogar im Endlauf verblüffte Schultz mit seinem Siegeswillen. »Auf der Zielgeraden kamen zwei an mir vorbei, einen davon habe ich noch umgehauen.« Das war der Jamaikaner Gregory Haughton, der sich mit Bronze begnügen musste (44,98). Nur Avard Moncur von den Bahamas war 23 Hundertstel schneller als Schultz (44,87). »Den Namen habe ich gestern zum ersten Mal gehört«, wunderte sich der Nachfolger des neunmaligen Weltmeisters Michael Johnson über den Deutschen. Und der Vize-Weltmeister wiederum rätselte über Johnsons Landsleute. »Was mit den Amerikanern los war, weiß ich auch nicht. Die hatten nichts drauf«, lachte Schultz.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(