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Mehr Sport Rugby-WM - Frankreich und Wales kommen durch


Im Duell der strauchelnden europäischen Rugby-Riesen setzte sich ein wiedererstarktes Frankreich im Viertelfinale des Rugby World Cups in Neuseeland mit 19:12 gegen England durch und trifft nun auf Wales, das Irland mit 22:10 dominierte.

Seit 1995 hatte England bei einem Rugby World Cup gegen einen europäischen Konkurrenten nicht mehr verloren. Damals hieß der Gegner Frankreich. Nun ging es im WM-Viertelfinale in Neuseeland erneut gegen die Franzosen und wieder zogen die Briten den Kürzeren: Frankreich ging als 19:12-Sieger vom Platz.

Für Les Bleus erzielten Vincent Clerc und Maxime Médard Versuche, Dimitri Yachvili war mit zwei Strafkicks erfolgreich und Francois Trinh-Duc mit einem Dropkick. Für England legten Ben Folden und Mark Cueto zwei Versuche, Jonny Wilkinson traf eine Erhöhung.

Frankreich wie verwandelt

Von Beginn an rieben sich die Zuschauer in Auckland verwundert die Augen: Die französische Mannschaft war im Gegensatz zur Vorrunde, wo es zwei Niederlagen gegen Neuseeland und Tonga gegeben hatte, nicht wiederzuerkennen.

Schnell ging das Team durch zwei Versuche von Dimitri Yachvili (11. und 18. Minute) in Führung und dominierte den Gegner beinahe nach Belieben. Vincent Clerc (22.) und Maxime Bédard (31.) erhöhten zum 16:0-Pausenstand und England durfte sich eigentlich nur Hoffnungen machen, da Yachvili insgesamt sieben Punkte durch Fehltritte liegen ließ, aber die Engländer leisteten sich vor der Pause einfach zu viele Fehler.

Im zweiten Durchgang konnte Ben Folden (55.) zunächst mit einem Versuch auf 5:16 verkürzen und Jonny Wilkinson erhöhte auf 7:16, aber die Franzosen hatten das Spiel und den Gegner jederzeit im Griff. Francois Trinh-Duc machte mit einem schönen Dropkick in der 73. Minute eigentlich alles klar. Marku Cueto konnte drei Minuten vor dem Ende nur noch auf 12:19. Stellvertretend für die englische Leistung setzte Toby Flood die mögliche Erhöhung schon beinahe kläglich neben die Torstangen.

Wales beherrscht Irland

Gegner im europäischen Halbfinale ist Wales, das im ersten Viertelfinale überraschend deutlich mit 22:10 über Geheimfavorit Irland die Oberhand behielt. Bereits in der dritten Minute war Shane Williams mit dem ersten Versuch erfolgreich, dem schnellsten in der Geschichte des Rugby World Cups. Rhys Priestland schaffte mit erfolgreicher Erhöhung das 7:0.

Irland war danach das dominierende Team, schaffte es aber nicht, die letzten Meter in die walisischen Endzone zu überwinden. Die körperlich unterlegenen Dragons zeigten eine erstklassige Verteidigung gegen die Men in Green. Dreimal beendeten Fehler kurz vor dem Malfeld vielversprechende irische Angriffe.

Erst in der 24. Minute kam Irland durch einen Strafkick von Ronan G'Hara heran. Doch Leigh Halfpenny erhöhte nur fünf Minuten später wieder auf einen Sieben-Punkte-Vorsprung für Wales. Mit dem 10:3 ging es auch in die Halbzeit.

Irland ohne Mittel gegen Wales' Defensive

Keith Earls gelang für Irland mit einem Versuch in der 45. Minute und der Erhöhung von O'Gara der schnelle Ausgleich. Doch wer dachte, Irland würde Wales nun an die Wand spielen, der sah sich getäuscht und das Gegenteil auf dem Feld.

Mike Phillips (51.) und Jonathan Davies (64.) legten zwei weitere Versuche, Priestland schaffte noch eine Erhöhung. Die Niederlage hätte für Irland sogar noch höher ausfallen können, doch Priestland traf mit zwei Kicks nur den Pfosten. Während Irland weiter auf seine erste Halbfinal-Teilnahme bei der WM wartet, schaffte Wales zum zweiten Mal nach 1987 dieses Kunststück und nach dem Auftritt gegen Irland ist dem Team durchaus noch mehr zuzutrauen.

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