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NBA: "Dirkules" rettet Dallas vor Blamage

Das Basketball-Team der Dallas Mavericks darf sich bei seinem überragenden Superstar Dirk Nowitzki bedanken: Gegen Oklahoma City Thunder gelang den Texanern erst in der Verlängerung der 110:108-Heimsieg gegen das zweitschwächste Team in der NBA.

Die Dallas Mavericks sind mit Superstar Dirk Nowitzki in Superform gegen Oklahoma City Thunder noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Dank der 41 Punkte des 2,13 Meter-Riesen aus Würzburg gelang den Texanern am Freitagabend (Ortszeit) erst in der Verlängerung der 110:108-Heimsieg gegen das zweitschwächste Team in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA. In der Verlängerung riss Nowitzki mit zwei Freiwürfen und einem Dreier zur 103:99-Führung 1:39 Minuten vor dem Abpfiff das Ruder noch herum und sicherte den "Mavs" den 35. Sieg im 58. Saisonspiel. Unterstützt wurde Deutschlands bester Basketballer von seinem kongenialen Partner Jason Kidd, der 13 Assists zum Zittersieg der Gastgeber beisteuerte.

"Das war definitiv ein Glückssieg. Es passiert wirklich nicht alle Tage, dass Du so spät so weit hinten liegst und trotzdem noch die Kurve kriegst", sagte "Dirkules" schnaufend nach der Superquote im Endspurt der 2:36 Stunden dauernden Partie im heimischen American Airlines Center. Zwölf Punkte lagen die Mavericks vor 20 007 Zuschauern in der Verlängerung schon hinten, bevor Nowitzki wie auch Kidd mit zwei Dreiern noch den späten Coup einleiteten.

Im elften Jahr seiner NBA-Karriere war dem deutschen Nationalspieler zum zwölften Mal eine Ausbeute von 40 und mehr Punkten gelungen - allein in dieser Saison viermal. Dallas (35:23) liegt in der Western Conference auf dem achten und letzten Qualifikationsrang für die Playoffs hinter den Utah Jazz (35:23) und den New Orleans Hornets (35:22).

Lektion gelernt

"Wir haben gezeigt, dass wir eine Partie noch drehen können, wenn wir es unter Hoch- und Zeitdruck müssen", meinte Kidd. Der "Ballzauberer" erzielte seine gesamten zehn Punkte in der Verlängerung, nachdem er bis dahin nicht einen seiner fünf Wurfversuche aus dem Feld verwandeln konnte. "Wir haben die Lektion aber jetzt endlich gelernt, um solche Spiele gewinnen zu können und zu müssen."

Oklahoma musste schon im ersten Viertel auf Kevin Durant verzichten, der sich eine Bänderdehnung im Knöchel zuzog und an Krücken mit einem Spezialschuh am rechten Fuß zur Untersuchung ins Krankenhaus humpelte. "Auch ohne Kevin hatten wir immer eine Chance", ärgert sich Oklahoma City-Forward Jeff Green, der mit 28 Punkten neben Russell Westbrook (33) zu den Besten der Gäste zählte.

"Wir waren vom Glück begünstigt", zog "Mavs"-Coach Rick Carlisle Bilanz, "Kidd und Dirk machten das Spiel aus, und wir kamen über den Kampf noch einmal davon. So einfach ist das. Wir waren selbst verantwortlich für das, was uns erst ins Hintertreffen geraten ließ." Am (morgigen) Sonntag empfangen die Mavericks die Toronto Raptors, bevor es dann schon am Montag zur Revanche nach Oklahoma City geht.

Rainer Fülscher/DPA / DPA

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