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NBA: Dallas Mavericks besiegen die Phoenix Suns 122 -99

Die Dallas Mavericks konnten sich deutlich gegen die Phoenix Suns durchsetzen, aber bei Dir Nowitzki läuft es noch nicht rund. Beim 122:99-Sieg der Texaner kam Nowitzki erneut nur auf zehn Punkte und musste seinen Teamkollegen den Platz im Rampenlicht überlassen.

Nach dem Overtime-Drama am Vorabend gegen die San Antonio Spurs war der nie gefährdete 122:99-Sieg der Dallas Mavericks bei den Phoenix Suns so etwas wie ein Erholungsprogramm. Ohne Steve Nash waren die Suns von Beginn an chancenlos, so dass die Mavericks zum Ende hin sogar ihre Stars schonen konnten.

Nash muss passen – Nowitzki weiter mit Problemen

Es hatte eigentlich das Spiel der Untertitel werden sollen. Dirk Nowitzki gegen den Vater seines Patenkinds. Jason Kidd im Matchup mit dem zweiten sicheren Hall-of-Fame-Zugang auf der Position des Point Guards. Doch das alles fiel nicht nur wegen Jason Kidds Verletzung ins Wasser, sondern vor allem, weil Steve Nash sich mit einer Blessur, erlitten im Spiel gegen die Memphis Grizzlies, verletzt entschuldigen musste.

Und so gingen die Suns ohne ihren Spielgestalter und sicherlich besten Spieler in die Partie – und waren von Anfang an dem Offensivwirbel des Meisters aus Texas ausgeliefert. 66 erzielte Punkte zur Pause, 122 am Ende der Partie – Saisonbestwerte für die Mavericks, bei denen Dirk Nowitzki aber offenbar noch Zeit braucht, um seinen gewohnten Rhythmus wieder zu finden. Der Deutsche, der auch diese Partie mit einer Bandage am Knie bestritt, beendete die Partie mit 10 Punkten, verwandelte aber nur 4 seiner 10 Wurfversuche.

Ex-Suns als Stützen der Mavs

Viel mehr waren es vor allem Vince Carter, der mit 21 Punkten bei einer Trefferquote von 61 Prozent seine gute Form der letzten Spiele untermauerte, sowie Delonte West, der, von der Ersatzbank kommend, mit 25 Punkten sowie 5 von 6 verwandelten Drei-Punkte-Würfen zu glänzen wusste, die die Partie früh zu Gunsten der Mavs entschieden. Besonders die Tatsache, dass die Suns für den aus seinem Vertrag gekauften Carter nach wie vor 4 Millionen Dollar an Gehalt zahlen müssen, dürfte den Fans in Phoenix sauer aufgestoßen sein.

Und auch Shawn Marion, jahrelang bei den Suns unter Vertrag, konnte mit 20 Punkten seinen Beitrag zum Sieg leisten. Bereits zur Halbzeit hatte Dallas mit 18 Punkten in Front gelegen, und auch nachdem sich Coach Rick Carlisle entschieden hatte, seinen Startern lange Pausen einzuräumen, ließ der Meister in Halbzeit zwei nichts mehr anbrennen.

Für Dallas war dies der achte Sieg in Folge gegen die Mannschaft aus Arizona. “Natürlich hatten wir einen Vorteil, weil Nash ausfiel. Das darf man nicht übersehen, aber ich denke, wir haben heute auch dank einer sehr ausgeglichenen Teamleistung gewonnen. Deshalb wollten wir so viel Tiefe im Kader – um Ausfälle wie den von Jason Kidd zu kompensieren“, so Carlisle nach dem Spiel gegenüber dem Fernsehsender ESPN. Bei den Mavericks punkteten elf Spieler, fünf davon zweistellig.

Dallas setzte sich damit an der Spitze der Southwest Division fest und konnte in der Tabelle der Western Conference auf Rang 4 aufrücken, 3 Siege hinter dem Tabellenführer, den Oklahoma City Thunder – gegen die es nach einem Ruhetag im Spitzenspiel am Mittwoch im direkten Vergleich geht.

Clippers dominieren Thunder – Griffin mit dem Korb des Jahres

Eben jene Thunder mussten sich in der heutigen Nacht ein herbe Schlappe bei den Los Angeles Clippers abholen. Mit einer Bilanz von 16-3 als bestes Team der Liga ins Spiel gegangen, funktionierte außer dem Star-Duo nichts bei der Mannschaft von Coach Scott Brooks. Kevin Durant und Russell Westbrook konnten zwar mit 36 beziehungsweise 31 Punkten einmal mehr glänzen, doch da kein anderer Spieler der Thunder auch nur annähernd Normalform erreichte und zweistellig punkten konnte, hatten die Clippers freie Bahn – die sie auch nutzten.

Mit zehn von 14 getroffenen Dreiern allein in Halbzeit eins wurde ein Franchise-Rekord aufgestellt, Blake Griffin sorgte Anfang des zweiten Durchgangs mit einem Dunk über Kendrick Perkins für das absolute Highlight der bisherigen Saison und Spielmacher Chris Paul zeigte mit 14 Assists, warum er momentan neben Steve Nash als bester Passgeber der Liga gilt. Die Clippers setzten sich mit dem 112:100-Sieg an der Spitze der Atlantic Division weiter vom Lokalrivalen, den Lakers, ab und festigten ihren dritten Platz in der Western Conference.

Nichts Neues im Osten

Den Platz an der Sonne im Osten der Liga haben weiter die Chicago Bulls inne, die nach der schmerzhaften Niederlage gegen Miami am Sonntag dank 35 Punkten ihres Superstars Derrick Rose wieder in die Spur fanden und die Washington Wizards mit 98:88 in die Schranken weisen konnten.

Härtester Verfolger bleiben die Miami Heat, die sich dank 22 Punkten und 11 Rebounds von LeBron James gegen die New Orleans Hornets mit 109:95 durchsetzen konnten.

Oliver Stein

sportal.de / sportal

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