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NBA-Playoffs Kranker Nowitzki führt Dallas zum Sieg


Die Dallas Mavericks melden sich im Finale der nordamerikanischen Basketballliga zurück. Angeführt von einem erneut überragenden Dirk Nowitzki holten sie sich den Sieg im vierten Spiel und glichen in der Finalserie zum 2:2 aus. Der deutsche Basketballriese stand dabei trotz 39 Grad Fieber auf dem Parkett.

Sein Körper war schlapp, der Geist willig und das Ergebnis unwahrscheinlich wichtig. Trotz einer schweren Grippe und 39 Grad Fieber hat sich Basketball-Superstar Dirk Nowitzki mit seinen Dallas Mavericks gegen die Miami Heat am Dienstagabend (Ortszeit) einen 86:83-Heimsieg erkämpft. Durch diesen Erfolg im vierten Finalspiel der NBA konnten die Texaner in der Serie zum 2:2 ausgleichen.

"Dies sind die Finals, da musst du alles geben", meinte ein sichtlich erschöpfter Nowitzki auf der Pressekonferenz. Am Morgen war er mit 39 Grad Fieber aufgewacht, hatte die Nacht zuvor kaum geschlafen und sich bei jeder Spielunterbrechung ein kühlendes Handtuch über den Kopf gelegt. "Ich habe mich durchgekämpft, werde jetzt einige Medikamente nehmen, dann hoffentlich gut schlafen und für Spiel fünf bereit sein", betonte der Mavericks-Kapitän.

"Für jeden normalen Menschen ist es schon schwer, bei 39 Grad Fieber überhaupt aus dem Bett zu kommen. Und Dirk stellt sich trotzdem den besten Spielern der Welt", war Mavericks-Center Tyson Chandler beeindruckt. "Auf mich hat er so wie immer gewirkt, jedes mal, wenn er wirft, hälst du den Atem an", ergänzte Miamis Trainer Erik Spoelstra.

"Es war nicht einfach für ihn, sich heute durchzubeißen"

Obwohl Nowitzki nie richtig seinen Rhythmus fand und sichtlich geschwächt wirkte, war er dennoch bester Dallas-Werfer (21 Punkte), gab bis zum Schluss alles und profitierte von starken Mitspielern. Deshawn Stevenson brachte wichtige elf Punkte ein, Jason Terry kam auf 17 Zähler und Chandler holte herausragende 16 Rebounds.

Bis zur 38. Minute hatte Miami noch mit 74:65 geführt - und das, obwohl LeBron James das wohl schwächste Spiel seiner Playoff-Karriere ablieferte. Der Superstar erzielte nur acht Punkte. Dafür ragte bei den Gästen einmal mehr Dwyane Wade mit 32 Zählern heraus. Allerdings scheiterte er 30 Sekunden vor dem Ende bei einem 81:82-Rückstand seiner Heat mit einem Freiwurf. Auf der Gegenseite legte Nowitzki seine letzten Kraftreserven in einen Zweikampf mit Udonis Haslem und den Ball 14,4 Sekunden vor Schluss zum 84:81 in den Korb. "Eine großartige Aktion von ihm, es war nicht einfach für ihn, sich heute durchzubeißen", lobte sich Mavericks-Coach Rick Carlisle.

Wade brachte Miami anschließend auf 83:84 heran, ehe Terry mit zwei verwandelten Freiwürfen unter dem Jubel der Fans für den Endstand sorgte. Am Donnerstagabend (Ortszeit) hat Dallas erneut Heimrecht und dann gibt's für Nowitzki nur ein Ziel: Sieg und somit Matchball. "Wir wollen Spiel fünf natürlich gewinnen und nicht mit einem 2:3-Rückstand nach Miami."

Heiko Oldörp,DPA DPA

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