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NHL: Die Neuordnung der NHL wird gestoppt

Diese Woche kümmern wir uns im sportal.de-Icecrusher um die vorerst gescheiterte Liga-Reform der NHL und wagen zur Hälfte der Saison eine erste Abrechnung mit unseren Redakteurstipps.

Die NHL freute sich, die Teams freuten sich, die Fans freuten sich, sogar die meisten Spieler sollen sich grefreut haben - einzig die Spielergewerkschaft NHLPA wollte bei der Neuordnung der NHL nicht zustimmen und so bleibt es vorerst alles beim Alten.

In einem Statement gab die NHLPA zwei Gründe für ihre Ablehnung des Planes, künftig mit vier Conferences, anstatt den heutigen zwei Conferences mit jeweils drei Divisionen zu spielen. Erstens wäre dies die Sorge der Spieler, dass aus der neuen Struktur weitere und anstrengendere Reisen resultieren würde und zweitens soll den Spielern die Chancen-Ungleichheit, die Playoffs in den verschiedenen Conferences zu erreichen, negativ aufgestoßen sein. Denn zwei der Conferences hätten mit sieben und zwei mit acht Teams antreten sollen, aber in allen vier hätten sich die besten vier Mannschaften für die Playoffs qualifiziert.

Zu weite Reisen, zu große Ungerechtigkeit

Die Gewerkschaft hätte Datenmaterial von der Liga erhalten, das zeigen würde, dass die Teams aus den Pacific und Central Divisionen, die jetzt bereits weite Strecken zu reisen hätten, im Zuge der Neuordnung noch weitere Reisen vor sich gehabt hätten. Auch bei der ungleichen Verteilung der Playoff-Plätze soll die NHLPA der NHL Vorschläge gemacht haben, um diese auszugleichen, aber die Liga soll nicht bereit gewesen sein, darüber zu diskutieren.

Da hatte die überwältigende Mehrheit der Personen, die mit der NHL zu tun hat, einen Monat lang Zeit, sich auf das neue Format zu freuen und nun geht alles wieder von vorne los. Dabei sind natürlich vor allem die Teams betroffen, für die sich die neue Struktur positiv ausgewirkt hätte.

Die Liga der Enttäuschten

So hofften die Columbus Blue Jackets und die Dallas Stars auf mehr attraktive Spiele in ihrer Zeitzone und mehr Partien gegen die Top-Teams der Liga in der eigenen Halle. Detroit Red Wings Besitzer Mike Ilitch wurden Versprechungen gemacht, wonach eine Lösung gefunden werden soll, dass die Red Wings nicht mehr so weite Reisen machen müssen.

Sollten die Phoenix Coyotes einen neuen Besitzer finden und damit womöglich in eine neue Stadt umziehen müssen, so hätte die neue Struktur auch genug Flexibilität gehabt, dies ohne große Probleme möglich zu machen. Und die Winnipeg Jets? Die Jets hätten tatsächlich Spiele in einer Conference gehabt, wo das nächste Derby nicht gegen ein Team aus Florida gegangen wäre. Nun steht Winnipeg eine weitere NHL-Saison bevor, in der es verrückte Reisen zu absolvieren hat.

Aber bei den ganzen schönen Ideen, die die NHL umsetzen wollte, hatte sie nur eines vergessen: die Spieler miteinzubeziehen. Anstatt die NHLPA mitwirken zu lassen, wollte sie der Gewerkschaft die Maßnahmen aufdrücken. Anstatt mit der NHLPA zusammenzuarbeiten, wollte die NHL einen Alleingang starten.

NHLPA setzt Zeichen für den nächsten Arbeitskampf

Das Nein der Spieler könnte aber auch darauf hindeuten, dass die NHLPA sich von den harten Arbeitskämpfen in NFL und NBA hat beeindrucken lassen und sie auf jeden Fall ein größeres Wörtchen mitreden will bei der Neu-Strukturierung. 

Freuen werden sich auch die Florida Panthers, die in ihrer geliebten Southeast Division bleiben können und nicht in eine Conference mit den Boston Bruins, Buffalo Sabres, Ottawa Senators, Montréal Canadiens und Toronto Maple Leafs müssen.

Aber genug des gescheiterten NHL-Realignment-Planes, die Saison ist gut zur Hälfte vorbei und damit heißt es für uns wieder, eine erste Abrechnung der Prognosen zu machen, die die sportal.de-Redakteure vor der Saison abgegeben haben.

Die erste Abrechnung

Kommen wir als erstes zum Stanley Cup-Sieger. Am besten liegen die Boston Bruins im Rennen, die Sven Kittelmann erneut ausgewählt hat. Im Moment führen die Bruins ihre Northeast Division an und sind damit als Zweiter der Eastern Conference klar auf Playoff-Kurs oder mehr.

Die von Oliver Stein genannten Nashville Predators sind als Sechster der Western Conference immerhin auch gut im Playoff-Rennen, was man von den von Henning Schulz genannten Buffalo Sabres nicht gerade behaupten kann. Als Elfter im Osten liegen sie derzeit fünf Punkte hinter den Pittsburgh Penguins, die derzeit den letzten Playoff-Platz belegen.

Rookies machen sich

Bei den Rookies hat Oliver den Stein auf den Nagel getroffen - oder so ähnlich - und auf Ryan Nugent-Hopkins von den Edmonton Oilers gesetzt, der diese Saison auch die Top-Rookies anführt. Die beiden weiteren Nennungen waren Schweden. Verteidiger Adam Larsson (Henning Schulz) spielt bei den New Jersey Devils ebenfalls eine starke Saison und hat mit durchschnittlich 21:41 Minuten pro Spiel auf dem Eis bereits große Spielanteile bei seinem Team.

Und auch Gabriel Landeskog (Sven Kittelmann) von der Colorado Avalanche spielt in Denver bereits eine gute Rolle, was durchschnittlich 17:57 Spielminuten und 21 Punkte in 43 Spielen zeigen.

Kommen wir zu den Topscorern, wo Oliver Stein glaubte, dass die 100-Punkte-Marke für Alex Ovechkin kein Problem werden dürfte, aber man kann jetzt bereits sagen, dass Ovechkin dieses Ziel weit verfehlen wird. Erneut läuft es für den Caps-Kapitän nicht rund und mit nur 33 Punkten aus 40 Spielen dümpelt er auf dem 47. Platz unter den Topscorern herum.

Steven Stamkos von Tampa Bay Lightning (Sven Kittelmann) und Evgeni Malkin von den Pittsburgh Penguins (Henning Schulz) liegen da deutlich besser im Rennen. Stamkos ist Vierter mit 47 Punkten aus 41 Spielen und Malkin würde bestimmt noch weiter oben stehen als auf Rang sieben, hätte er nicht nur 34 Spiele absolviert, in denen er aber immerhin auf satte 45 Punkte kam.

Goalies weit hinten

Der nächste Punkt unserer Vorhersage waren die Top-Goalies der Saison, wobei Henning Schulz ganz im Sinne seines Stanley Cup-Tipps den Sabres auf Ryan Miller setzte - weia. Miller rangiert auf Platz 37 aller Torleute und hat dabei die mäßige Bilanz von zehn Siegen und zwölf Niederlagen sowie 3,01 Gegentoren pro Spiel und .902 gehaltener Schüsse.

Der vom Kollegen Kittelmann genannte Carey Price von den Canadiens, konnte bisher auch noch nicht die in ihn gesetzte Hoffnung vollends bestätigen und liegt auf Platz 20 bei den Goalies mit jeweils 15 Siegen und Niederlagen sowie einer Bilanz von 2,46 Gegentoren pro Spiel und .913 gehaltener Schüsse. Den besten der von uns genannten Goalies finden wir auf Rang 25: Pekka Rinne von den Nashville Predators, für den sich Oliver Stein entschied. Rinne feierte 21 Siege bei elf Niederlage, hielt .919 der Schüsse auf sein Tor und kassierte 2,57 Gegentore pro Spiel im Schnitt.

Aufatmen in Vancouver

Und last but not least die von uns prognostizierten Enttäuschungen. Mit den Phoenix Coyotes blieb Henning Schulz dem Team treu, das er bereits in der Vorsaison nannte, das aber nur ihn mit dem Erreichen der Playoffs enttäuschte, derzeit liegen die Wüstensöhne mit 46 Punkten auf dem elften Platz im Westen, aber nur drei Zähler hinter den Los Angeles Kings, die Platz acht innehaben.

Oliver Stein setzte auf sein eigenes Lieblinsteam, die Vancouver Canucks. Die canucks liegen auf dem ersten Platz im Westen, nuff said und keine Panik Olli. Sven Kittelmann nannte die San Jose Sharks, die zwar nur 51 Punkte auf dem Konto haben, aber damit die Pacific Division anführen, was den dritten Platz in der Western Conference bedeutet.

Henning Schulz

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