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NHL Icecrusher - Crosby auf Saisonkurs


Lange Zeit haben wir nichts mehr von Sidney Crosby gehört, der seit über einem halben Jahr aufgrund einer Gehirnerschütterung ausfällt. Heute wollen wir Sie im Icecrusher auf den neuesten Stand bringen, wie es um das Comeback des Kapitäns der Pittsburgh Penguins steht.

Lange Zeit haben wir nichts mehr von Sidney Crosby gehört, der seit über einem halben Jahr aufgrund einer Gehirnerschütterung ausfällt. Heute wollen wir sie im Icecrusher auf den neuesten Stand bringen, wie es um das Comeback des Kapitäns der Pittsburgh Penguins steht.

Aber wir haben auch Neuigkeiten von Crosbys kongenialem Partner Evgeni Malkin und von Chicago Blackhawks Stürmerstar Patrick Kane, der mit einem gebrochenen Handgelenk zwei Monate pausieren muss.

Crosby in der regulären Saisonvorbereitung

Doch zuerst Neues von Sid the Kid. Pens-Generalmanager Ray Shero erzählte espn.com, dass Crosby in der Nähe seiner Heimat Halifax (Nova Scotia) wieder mit dem Eistraining begonnen habe und hofft, beim Trainingscamp vor der neuen Saison wieder dabei zu sein.

Laut Crosbys Agent Pat Brisson hat der 23-Jährige sein normales Aufbauprogramm, wie er es vor jeder NHL-Saison absolviert, begonnen. Brisson sagte zudem, dass Crosby bereits seit einiger Zeit wieder auf dem Eis trainieren würde, was aber bisher ohne Körperkontakt mit anderen Spielern vonstatten gehe.

Bereits im April hatte Crosby einen Comeback-Versuch gestartet, aber nach einigen Trainings-Sessions wieder abgebrochen, da er zu starke Kopfschmerzen hatte. Personen, die ihm Nahe stehen, gehen aber mittlerweile davon aus, dass diese Schmerzen keine Nachwirkungen der Gehirnerschütterung, sondern Nebenwirkungen einer Sinusitis waren, unter der Crosby zu der Zeit litt.

Malkin auf gutem Wege

Gute Nachrichten gibt es auch von Evgeni Malkin, der seit Februar wegen eines Kreuzbandrisses pausieren muss. Malkin soll aber bis zum Trainingscamp der Penguins wieder in bester körperlicher Verfassung sein, weiß Coach Dan Bylsma zu berichten.

"Seine Reha ging außergewöhnlich gut, als er hier in Pittsburgh war. Er war wirklich sicher und versuchte auch jeden zu überzeugen, dass er so schnell wie möglich wieder zurückkehren würde, um noch in den Playoffs zu spielen, wenn wir die nächste Runde erreicht hätten. Er hatte solche Fortschritte gemacht, dass das sogar im Bereich des Möglichen gewesen wäre."

Blackhawks ohne Kane

Eine Schreckensnachricht ereilte hingegen die Chicago Blackhawks. Bei einer Untersuchung wurde festgestellt, dass sich Stürmerstar Patrick Kane bereits vor einiger Zeit einen Bruch im Handgelenk zugezogen hatte, der eine Operation benötigt. Die Blackhawks gehen von einer Pause von sechs bis acht Wochen aus, womit Kane immerhin rechtzeitig zum Sommercamp wieder fit sein würde.

Laut Kane hatte er sich die Verletzung bereits im vorletzten Saisonspiel gegen die Detroit Red Wings zugezogen. "Es hat mich schon eine Weile gestört. Gewichte heben hat da nicht viel geholfen. Das war schon ein Schock, aber ich habe die Operation akzeptiert und bin froh, dass es nun geheilt wird", sagte Kane laut espn.com.

Transfer-Posse zwischen Kings und Oilers

Im europäischen Fußball ist es unvorstellbar, dass ein Spieler einen neuen Vertrag bei einem Verein unterschreibt, ohne von diesem vorher medizinisch untersucht zu werden. In der NHL scheint diese Methode unbekannt zu sein, nicht anders ist der Streit zwischen den Los Angeles Kings und den Edmonton Oilers zu erklären.

Was war geschehen? Ryan Smyth wollte die Kings unbedingt verlassen und zurück zu den Oilers, bei denen er bereits die ersten zwölf Jahre seiner NHL-Karriere verbracht hatte. Los Angeles wollte Smyth keine Steine in den Weg legen und stimmte einem Trade gegen Gilbert Brule zu. Bis die Kings erfuhren, dass Brule nach einer Gehirnerschütterung noch nicht bereit für die Rückkehr aufs Eis sei.

Bewusster Betrug?

Daraufhin verpflichtete LA Colin Fraser am 26. Juni. Wie sich aber nun herausstellte, hatte sich Fraser vergangene Saison seinen Fuß gebrochen und die Kings befürchten, dass er nun operiert werden muss und anschließend vier Monate Reha folgen werden. Generalmanager Dean Lombardi ist nun natürlich außer sich und lässt kein gutes Haar an den Oilers.

"Das ist jetzt zum zweiten Mal. Da kommt man an einen Punkt, an dem man sagt: 'Das ist falsch'", sagte Lombardi, der noch nachlegte: "Ich hätte mein Geld lieber in Bernie Madoff (ein überführter Milliardenbetrüger, Anm. d. Red.) investiert, als es in Edmontons Worte zu investieren."

Harter Tobak. Aber man kann Lombardi schon verstehen. "Es steht außer Frage, dass der Spieler im Moment nicht spielbereit ist", ließ Lombardi seinem Unmut weiter freien Lauf. "Und offensichtlich auch nicht fit war, als (Steve Tambellini, GM der Oilers) sagte, dass er spielen könne. Das war Mittwoch nach dem Wechsel." Lombardi will nun die NHL einschalten, die entscheiden soll, wie es in diesem Fall weiter geht.

Eine Legende hört auf

Derweil werden wir in Zukunft auf einen der erfolgreichsten Goalies der jüngeren Vergangenheit verzichten müssen, denn Chris Osgood hat seine Karriere beendet. Nach 17 NHL-Jahren und drei Stanley Cup-Siegen hört der 38-jährige Goalie auf.

Vergangene Saison konnte Osgood als Backup von Jimmy Howard nur elf Spiele für die Detroit Red Wings absolvieren und musste sich einer Leisten-Operation unterziehen. Dauerhafte Verletzungsprobleme sorgten nun für seine Entscheidung, aufzuhören. Mit 401 Siegen liegt er auf Rang zehn der ewigen NHL-Bestenliste. Er spielte 744 Partien für die Red Wings, New York Islanders und die St. Louis Blues.

Henning Schulz

sportal.de sportal

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