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NHL NHL-Finale - New Jersey Devils gegen LA Kings 2 -1


Das Stanley Cup-Finale schien schon fast entschieden. Die LA Kings hatten die ersten drei Partien gewonnen und sich bereits auf den ersten Titel gefreut. Nun kam jedoch Finalgegner New Jersey Devils zum zweiten Sieg, der gleichzeitig die erste Auswärtsniederlage der Kings in diesen Playoffs war.

Der Griff nach dem Stanley Cup der Eishockey-Liga NHL wird für die Los Angeles Kings immer mehr zur teuflischen Mission. Durch eine 1:2-Niederlage im fünften Final-Spiel bei den New Jersey Devils verpassten die kalifornischen Könige zum zweiten Mal die Entscheidung. Die Devils brachten LA die erste Auswärtsniederlage in den Playoffs bei. Gleichzeitig verkürzten sie in der Serie "Best of seven" durch den zweiten Sieg nacheinander auf 2:3.

"Wir sind noch am Leben und haben eine weitere Chance", sagte New Jerseys Schlussmann Martin Brodeur. Der 40-Jährige war der beste Profi auf dem Eis, parierte 25 von 26 Schüssen und machte seinen Trainer Peter Deboer schlichtweg sprachlos: "Was soll ich noch über ihn sagen – seine Leistungen sprechen für sich." Anerkennende Worte gab es auch von Kings-Coach Darryl Sutter, der betonte, dass Brodeur "die vergangenen beiden Partien sehr gut gespielt" habe.

Brodeur bleibt bescheiden

Der gepriesene Goalie verlor trotz des wichtigen Heimsieges nicht den Blick für die Realität. "Wir haben nicht unsere beste Partie gespielt, aber einen Weg gefunden, zu gewinnen", so Brodeur. Die Kings traten auswärts gewohnt dominant auf, spielten im Auftaktdrittel überlegen – das Tor machten jedoch die Gastgeber. Zach Parise nutzte in der 13. Minute ein Powerplay zur Führung.

Justin Williams gelang zu Beginn der zweiten Periode der verdiente Ausgleich (24.), Bryce Salvadors erzielte nach einer halben Stunde das Siegtor. "Wenn wir etwas falsch gemacht haben, dann, dass wir unsere Torchancen nicht nutzen konnten", meinte Sutter. Deboer indes war froh, "endlich einige Löcher bei ihnen gefunden" zu haben.

Jetzt wollen es die Devils wissen

Nachdem New Jersey die ersten drei Final-Begegnungen verloren hat, kommen die Teufel von der US-Ostküste nun so richtig in Schwung. Als drittes Team der NHL-Geschichte hat New Jersey nach einem 0:3-Rückstand ein sechstes Spiel erzwungen. Brodeur stellte bereits klar, dass man nicht gen Westen fliege, um den Kings zum Titel zu gratulieren. "Es liegt an uns, ihnen die Party erneut zu verderben."

Bereits bei der vierten Partie war in Downtown LA alles für die große Stanley Cup-Sause vorbereitet – doch fielen die Feierlichkeiten nach der 1:3-Heimniederlage aus. Nun mussten sie erneut verschoben werden. Für die Kings war es das erste Mal in diesen Playoffs, dass sie zwei Niederlagen nacheinander einstecken mussten.

Zwar betonte Sutter gewohnt trocken, dass "wir das Ding verdauen werden". Brodeur hingegen, der seit der Saison 1991/92 in der NHL spielt und in seinen 1395 Liga-Partien schon alles erlebt hat, sieht sein Team psychologisch im Vorteil. "LA steht so kurz davor, den Cup zu gewinnen und ich bin mir sicher, es hinterlässt Spuren bei ihnen, die Chancen zu haben, sie aber nicht zu nutzen." Spiel sechs wird auf jeden Fall zu erneut ein spannendes Match und sollte es den Devils gelingen in LA zu gewinnen, findet Spiel sieben wieder in New Jersey statt.

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