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NHL: NHL-Trades und die Lage der Liga

Während die New York Rangers und die Detroit Red Wings die Conferences der NHL anführen, nimmt der Transfermarkt knapp zwei Wochen vor Ende der Wechselfrist noch einmal Fahrt auf.

Heute wollen wir in unserer NHL-Kolumne nicht nur einen Blick auf das aktuelle Geschehen, sondern auch auf die Gerüchte, knapp zwei Wochen vor der Trade-Deadline werfen.

New York steht Kopf

Während die New York Rangers in der Eastern Conference der NHL von Sieg zu Sieg eilen und mittlerweile satte neun Punkte Vorsprung auf die Boston Bruins haben, bleibt es in der Western Conference spannender und drei Teams kämpfen um den Top-Platz.

New York steht Kopf, nicht nur, dass das NFL-Team Giants den Super Bowl gewonnen, Newcomer Jeremy Lin die Knicks in der NBA verzaubert und die Yankees wie eigentlich immer zu den Top-Favoriten in der MLB gehören, nein, auch die Rangers gehören seit vielen Jahren wieder einmal zu den Top-Adressen in der NHL. Ein deutliches Zeichen setzten die Rangers mit dem 3:0-Shutoutsieg über die Tormaschine der Boston Bruins - in deren TD Garden. Es war der siebte Shutout dieser Saison für Star-Goalie Henrik Lundqvist.

Red Wings stellen NHL-Rekord auf

Damit liegen die Rangers in der NHL nur noch einen Zähler hinter den Detroit Red Wings - allerdings bei drei Spielen weniger. Aber auch die Red Winds sind heiß und für die Fans lohnt es sich besonders, die Heimspiele zu besuchen: Mit 21 Heimerfolgen in Serie stellte das Team einen neuen Rekord in der 94-jährigen Geschichte der NHL. Allerdings waren in dieser Zeit drei Siege nach Penaltyschießen, das es früher nicht gab, erst seit dem NHL-Lockout 2005.

Aber wir wollen die Leistung der Red Wings nicht mindern, immerhin blieben 21 Mal in Folge zwei Punkte in Detroit und auch Dallas-Stürmer Adam Burish, der bei der 1:3-Niederlage in Detroit getroffen hatte, hob die Leistung der Red Wings hervor. "Ich denke, heute ist es schwieriger als in den 70ern wegen der Ausgeglichenheit der Liga", sagte Parish laut espn.com. "Es gibt keine Spiele mehr, die man im Vorbeigehen gewinnen kann."

Chicago Blackhawks im freien Fall

Anders herum läuft es derzeit für die Chicago Blackhawks, der Stanley Cup-Champion aus dem Jahr 2010 verlor gegen die Nashville Predators bereits sein neuntes Spiel in Folge. Damit liegen die Hawks (65) nur noch drei Punkte vor den Calgary Flames (62), die im Westen derzeit das erste Team außerhalb der NHL-Playoffs sind.

Auf dem achten Platz liegen noch mit einem Punkt Vorsprung die Phoenix Coyotes, die aber leider immer noch keinen Käufer gefunden haben. "Da sind einige sehr ernsthafte Leute, die einen ernsthaften Blick auf das Thema werfen", sagte NHL-Boss Gary Bettman zu diesem Thema.

Spannender Kampf in der Eastern Conference

Noch packender ist der Kampf um die Playoff-Plätze in der Eastern Conference, dort können eigentlich sogar noch alle Teams die Playoffs erreichen. Die Carolina Hurricanes sind als Letzter nur neun Zähler hinter den Toronto Maple Leafs, die Achter sind.

Überraschend draußen wären im Moment die Washington Capitals, die Montréal Canadiens und auch die Buffalo Sabres mit Christian Ehrhoff, die nur einen Zähler vor Carolina liegen und nur noch sehr geringe Playoff-Chancen haben.

Die Trade-Deadline rückt näher

Kommen wir nun aber, nachdem wir einen Blick auf die aktuelle Situation in der NHL geworfen haben, auf ein nicht minder spannendes Thema zu sprechen: Und zwar die Trade Rumours in der NHL. Die Deadline rückt mit großen Schritten näher und nun ist es für die Teams an der Zeit, sich bereit für die Playoffs zu machen oder eben ein paar Spieler von der Gehaltsliste loszuwerden.

Dass in der Defensive noch etwas getan werden müssten, haben die Boston Bruins spätestens bei der 0:3-Niederlage gegen die New York Rangers gemerkt. Und die Bruins haben auch bereits zwei Kandidaten im Auge. Während das Interesse an Center Tuomo Ruutu bereits länger bekannt war, soll nun auch sein Teamkollege bei den Carolina Hurricanes, Verteidiger Jaroslav Spacek auf der Liste der Bruins stehen.

Halten die Philadelphia Flyers still?

Lange Zeit sah es so aus, als wenn die Philadelphia Flyers einer der Major-Player dieser Transferperiode sein sollten, suchten sie doch einen Ersatz für Kapitän Chris Pronger. Jetzt könnte es sogar sein, dass die Flyers gar nicht mehr tätig werden.

Neben den beiden Spielern, die die Bruins haben wollen, ließ Hurricanes-GM Scott Howson aber eine weitere Bombe platzen, als er verkündete, dass Rick Nash eventuell zu haben sei. Für Nash müssten die Teams aber bereit sein, einiges an Gegenwert aufzubieten, was eigentlich die Top-Teams der Liga mit funktionierenden siegreichen Kadern ausschließt. In Frage kommen wohl die Los Angeles Kings, die Flyers, vielleicht die San Jose Sharks und auch die Toronto Maple Leafs.

Werden die Toronto Maple Leafs noch tätig?

Die Maple Leafs wollen unbedingt in die Playoffs, sind aber als Achter im Osten noch ein absoluter Wackelkandidat. Allerdings gilt GM Brian Burke nicht gerade als Freund von Trades kurz vor der Deadline, aber dieses Jahr könnte ihm keine andere Wahl bleiben.

Toronto würde liebend gerne Ryan Getzlaf von den Anaheim Ducks loseisen, aber das wird wahrscheinlich - wenn überhaupt - erst im Sommer über die Bühne gehen. Ein weiterer Kandidat, James van Riemsdyk von den Philadelphia Flyers, fällt aus aufgrund einer Gehirnerschütterung.

Henning Schulz

sportal.de / sportal

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