Radsport Doping-Verdacht beim Giro


Geht der Doping-Skandal in die nächste Runde? Bei Untersuchungen nach dem Giro d'Italia sind drei Fahrer mit ihren Testosteron-Werten aus dem Rahmen gefallen. Bei einem der potenziellen Doping-Sünder handelt es sich angeblich um einen spanischen Weltklassefahrer.

Nach den Kontrollen beim Giro d'Italia stehen drei Radprofis unter Dopingverdacht. Bei zwei Italienern und einem Spanier seien bei ersten Untersuchungen Auffälligkeiten nachgewiesen worden, die jedoch noch keine positiven Dopingproben seien, berichtete die "La Gazzetta dello Sport".

Der baskische TV-Sender EITB nannte am Mittwochabend auch Namen: Bei dem Spanier solle es sich um Iban Mayo handeln. Bei ihm sei ein erhöhter Testosteron-Wert gemessen worden. Alessandro Petacchi, fünffacher Etappensieger im Giro, und Leonardo Piepoli, Bergkönig und Sieger der 10. Etappe, sollen das verbotene Asthma-Mittel Salbutamol, das auch im Ventolin-Spray enthalten ist, eingenommen haben.

Atteste erklärten angeblich überhöhte Werte

Die Italiener hätten jedoch ärztliche Atteste, die ihnen die Einnahme der Mittel aus medizinischen Gründen erlaube. Von dem Spanier gebe es ebenfalls ein Attest, das die überhöhten Werte auf natürliche Weise erklären könne, hieß es in der "La Gazzetta dello Sport".

Die Kontrolleure des Internationalen Radsportverbandes (UCI) müssten nun durch einen Abgleich der Testergebnisse mit den Patientenkarteien klären, ob sich die Profis korrekt verhalten oder doch gedopt haben. Ein Sprecher der UCI dementierte den Bericht. Die Tests würden derzeit noch analysiert.

DPA DPA

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