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Schwimm-EM: Gold für deutsches Turm-Duo

Das deutsche Turm-Synchronpaar Annett Gamm und Nora Subschinski hat bei dem Schwimm-Europameisterschaften die Goldmedaille vom Zehn-Meter-Turm geholt.

Deutschlands Wasserspringer sind in Europa weiter top. Gold durch das Turm-Synchronpaar Annett Gamm und Nora Subschinski war bei den Europameisterschaften in Budapest für die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) im fünften Wettbewerb bereits die vierte Medaille und der zweite Titel. Nachfolger des erkrankten Andreas Wels (Halle/Saale) als Europameister vom Dreimeterbrett wurde am Freitagabend Dimitri Sautin aus Russland, der sich zum fünften Mal seit 1995 durchsetzte.

Nach einer fast perfekten Serie von fünf Sprüngen strahlten die 29-jährige Dresdnerin Annett Gamm und ihre elf Jahre jüngere Berliner Partnerin Nora Subschinski als erfolgreiche Titelverteidiger um die Wette. "Es ist Wahnsinn, absolut toll", sagte Annett Gamm, die sich zur moralischen Unterstützung ein Bergschaf aus Plüsch an den Beckenrand gestellt hatte. Und die im Einzel früh ausgeschiedene Nora Subschinski hatte "einfach nur totalen Spaß, es war grandios, hier zu springen".

Männer ausgestiegen

Allerdings fiel Gold-Hoffnung Wels am Freitag für den Wettbewerb vom Dreimeterbrett aus. Der 31 Jahre alte Titelverteidiger musste mit einer Nasennebenhöhlenentzündung und Fieber passen. Sein Synchronpartner Tobias Schellenberg (Berlin) gab wegen starker Ohrenschmerzen im Vorkampf auf. Gemeinsam waren sie am Donnerstag zum zweiten Mal nach 2000 EM-Titelträger geworden.

Mit dem EM-Erfolg für Gamm/Subschinski ging der Poker von Bundestrainer Lutz Buschkow voll auf. Er nahm Annett Gamm aus dem Solo-Wettbewerb. Die 14-malige deutsche Meisterin sollte sich ganz auf den Paar-Wettbewerb konzentrieren. Und es gelang: 325,92 Punkte bedeuteten Gold vor dem russischen Paar Natalia Gonscharowa/Julia Koltunowa aus Russland (306,24).

Buschkows Maßnahmen hatten schon am Donnerstag zum Erfolg geführt. Die kurzfristig für Annett Gamm nachnominierte Christin Steuer aus Riesa holte im Einzel-Wettkampf Bronze und vergab den möglichen EM-Titel erst mit dem letzten ihrer fünf Sprünge. Nur 7,60 Punkte fehlten der 23-Jährigen zu Gold. "Ich habe erst am 22. Juli beim Frühstück von meiner Nominierung erfahren. Jetzt bin ich einfach happy", kommentierte die Freundin des ehemaligen Turm-Europameisters Heiko Meyer ihre gute Platzierung.

Gute Hoffnungen fürs Wochenende

Meyer nimmt an diesem Samstag gemeinsam mit dem Aachener Sascha Klein Angriff auf eine Medaille vom Zehnmeterturm. Im Wettbewerb vom Dreimeterbrett starten Ditte Kotzian (Berlin), EM-Zweite aus einem Meter Höhe, und die deutsche Meisterin Katja Dieckow(Halle/Saale) mit berechtigten Hoffnungen auf gute Finalplätze.

Dietmar Fuchs/DPA / DPA

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