Sportgerichtshof Behinderter Sprinter darf zu Olympia


Der behinderte Sprinter Oscar Pistorius darf bei den Olympischen Spielen in Peking starten. Das hat der Sportgerichtshof in Lausanne entschieden. Der Südafrikaner ist an beiden Beinen unterschenkelamputiert und läuft mit Prothesen.

Der behinderte Sprinter Oscar Pistorius hat mit seinem Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Erfolg gehabt und darf bei den Olympischen Spielen starten. Dies entschied der CAS in Lausanne.

Das Sportgericht hob damit die Entscheidung des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF vom 14. Januar 2008 "mit sofortiger Wirkung" auf. Das IAAF-Council hatte dem 21 Jahre alten Südafrikaner den erhofften Start bei den Sommerspielen in Peking mit der 4 x 400-Meter-Staffel zunächst verwehrt.

Laut CAS-Urteil darf der an beiden Beinen unterschenkelamputierte Pistorius nun bei allen IAAF-Wettbewerben auf seinen Karbon-Prothesen ("Cheetahs") starten. Das IAAF-Council hatte ihm den erhofften Start bei den Sommerspielen in Peking (8. bis 24. August) untersagt, weil er sich durch seine federnden Prothesen einen beträchtlichen "mechanischen Vorteil" gegenüber nichtbehinderten Läufern verschaffe. Bei seiner Entscheidung stützte sich der Weltverband auf eine Studie des Kölner Biomechanik-Professors Gert-Peter Brüggemann und die IAAF-Wettkampfregel 144.2.

DPA DPA

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