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Tennis: Djokovic und Nadal heiß auf Davis Cup

Die US Open haben Novak Djokovic und Rafael Nadal einige Kräfte gekostet. Trotzdem gönnen sich die beiden Superstars keine Pause – im Gegenteil: Unmittelbar nach dem Finale flogen sie zurück nach Europa, um trotz einiger Blessuren ihre Davis Cup-Teams ins Endspiel zu führen.

Nach seinem dritten Grand Slam-Sieg in dieser Saison vor wenigen Tagen in New York hatte Novak Djokovic überglücklich, aber auch etwas müde und ausgelaugt gewirkt. Zudem handicapten ihn leichte Kniebeschwerden.

Doch der Serbe beißt wie auch sein US Open-Finalgegner Rafael Nadal auf die Zähne. Nur vier Tage nach ihrem hochklassigen Endspiel peilen die beiden das nächste Ziel an: Sie wollen ihre Nationalteams ins Endspiel des Davis Cup führen.

Djokovic trifft mit Titelverteidiger Serbien in Belgrad auf Argentinien, während Nadal und seine Spanier es im heimischen Cordoba mit dem Vorjahres-Finalisten Frankreich zu tun bekommen.

Davis Cup immer etwas ganz Besonderes

"Der Davis-Cup-Sieg im vergangenen Jahr war der beste Moment meines Lebens auf dem Tennisplatz", begründete Djokovic, warum er direkt aus New York in die Heimat jettete, um sich im Auftakteinzel mit David Nalbandian zu messen, anstatt sich eine wohlverdiente Pause zu gönnen und die müden Beine hochzulegen.

Sollte die Erschöpfung aber doch zu groß sein, haben sich die Serben ein Hintertürchen offen gehalten. "Novak kommt erst heute zurück, wir müssen sehen, wie er sich fühlt. Wenn er nicht bereit ist, werde ich es sein", erklärte der designierte Ersatzmann Viktor Troicki bei der Auslosung.

Dass Djokovic bislang nicht mit dem Team trainiert hat, ist für Teamchef Bogdan Obradovic kein Problem. "Sein Selbstvertrauen ist so groß, da reicht ihm eine halbe Stunde vor dem Spiel."

Nadal spielt gegen Gasquet 

Auch Nadal ist nach der bitteren Endspiel-Niederlage von New York heiß auf die nächste Aufgabe und düste im Privatjet in die Heimat. Zum Auftakt an diesem Freitag trifft er auf Richard Gasquet.

Im zweiten Einzel stehen sich auf der roten Asche von Cordoba David Ferrer und Gilles Simon gegenüber. Das Angebot Nadals, seinen Platz für einen sich frischer fühlenden Spieler zu räumen, nahm Spaniens Teamchef Albert Costa nicht an.

Federer hilft der Schweiz in der Relegation

Andere Ziele als das Endspiel hat dagegen Roger Federer. Down Under will der 30-Jährige die Schweiz im Relegations-Duell mit Australien wieder in die Weltgruppe führen und hat dabei neben zwei Einsätzen im Einzel auch einen Auftritt im Doppel geplant.

Vor der Umstellung vom Hartplatz auf Rasen hat Federer keine Angst. "Wir haben immer wenig Zeit, uns auf Rasen umzustellen. Das ist kein Problem für mich“, meinte der Eidgenosse.

sportal.de / sportal

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