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Tennis Federer, Nadal und Berdych im Viertelfinale


Bei den Australian Open haben sich die Favoriten durchgesetzt. Federer, Nadal, del Potro und Berdych bei den Männern sowie Wozniacki und Clijsters bei den Damen stehen im Viertelfinale. Tomas Berdych sorgte dabei gegen Nicolas Almagro für einen Eklat, Aussie Kim zeigte das ''Comeback meines Lebens".

Der Tscheche Tomas Berdych hat nach seinem Match gegen Nicolas Almagro für einen Eklat gesorgt. Weil Berdych seinem Gegner seinem Achtelfinalsieg in Melbourne nicht die Hand geben wollte, wurde er beim anschließenden Interview in der Hisense Arena von den Zuschauern ausgebuht.

Was war geschehen? Almagro hatte Berdych im vierten Satz beim Stand von 5:5 mit einer Vorhand abgeschossen, was der Tscheche als Absicht empfand. Der Spanier hob zwar sofort entschuldigend die Hand, doch Berdych wollte davon nichts wissen.

“Es muss nicht sein, dass man den Ball genau auf den Körper seines Gegners spielt“, sagte Berdych nach der Partie. Doch seine Worte gingen in den Pfiffen den Tennis-Fans unter. Verlierer Almagro wurde dagegen mit lautem Jubel verabschiedet. “Ich wollte nur den Punkt machen“, so der Spanier.

Dreimal im Tie-Break

Zuvor hatte sich der an Nummer sieben gesetzte Tscheche und Almagro (10) fast vier Stunden lang nichts geschenkt. Am Ende war Berdych der glücklichere Sieger und gewann 4:6, 7:6 (7:5), 7:6 (7:3) und 7:6 (7:2). “Ich bin glücklich durch zu sein“, sagte Berdych laut atpworldtour.com. “Es war ein extrem harter Kampf. Wir haben vier Sätze in fast vier Stunden gespielt, ich glaube es war von uns beiden ein großartiges Match.

Der Tscheche steht nun in Melbourne zum zweiten Mal in Folge in der Runde der letzten acht und trifft dort auf den nächsten Spanier: Rafael Nadal, gegen den er die letzten neun Vergleich verloren hat. Nadal entledigt sich weiter ohne Probleme seiner Aufgaben beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison. Die spanische Nummer zwei der Welt bezwang seinen Landsmann nach 2:25 Stunden Feliciano Lopez 6:4, 6:4, 6:2.

"Bei manchen Turnieren habe ich das Gefühl, jeden Tag besser zu werden. Dieses Mal habe ich das erste und auch die beiden Folge-Matches gut gespielt. Und auch heute war es wieder eine gute Vorstellung", so Nadal nach seinem Sieg auf atpworldtour.com.

Der Meister dominiert den Lehrling

Auf seine erste Viertelfinale-Teilnahme in Melbourne weiter warten muss auch Bernard Tomic. Das vorher als Lehrling gegen Meister titulierte Duell des australische Hoffnungsträger gegen den 16-maligen Grand-Slam-Turnier-Sieger Roger Federer war eine einseitige Angelegenheit. Beim 4:6, 2:6, 2:6 war der Lehrlig Tomic chancenlos und konnte die hohen Erwartungen seiner Nation nicht erfüllen.

Meister Federer verwandelte nach 104 Minuten seinen ersten Matchball und marschiert weiter unbeirrt durchs Turnier. Im Viertelfinale trifft er auf Juan Martin del Potro , der sich problemlos mit 6:4, 6:2 und 6:1 gegen den Deutschen Philipp Kohlschreiber durchsetzte.

"Es war ein klarer Erfolg, aber für den musste ich ziemlich hart arbeiten", erklärte Federer laut eurosport.yahoo.com. "Das Break im ersten Satz" sei vorentscheidend gewesen. Gegen del Potro “wird das ein ganz anderes Match. Juan Martin hat unglaubliche Schläge drauf. 2009 hatte er nach den US Open Verletzungspech, sonst hätte er durchaus die Nummer eins der Welt werden können", lobte Federer den Argentinier.

Dort hatte del Potro Federer im Finale nach fünf Sätzen niedergerungen. Im Interview mit Eurosport-Reporterin Barbara Schett zeigte sich del Potro selbstbewusst: "Ich bin nicht der Favorit, aber ich weiß, wie man ihn schlägt", so der Argentinier. 2009 gewann Federer bei den Australian Open allerdings mit 6:0, 6:3 und 6:0 gegen seinen Gegener und fügte diesem die höchste Niederlage bei einem Grand Slam zu damals auch im Viertelfinale.

Clijsters mit Comeback-Sieg

Titelverteidigerin Kim Clijsters hat ebenfalls das Viertelfinale erreicht. Die Belgierin gewann  in einer Neuauflage des letztjährigen Endspiels gegen die Chinesin Na Li und wehrte dabei im Tie Break des zweiten Satzes vier Matchbälle der French-Open-Siegerin ab. Nach 2:23 Stunden verwandelte Clijsters, die ihre Karriere am Ende der Saison beenden will, ihrerseits ihren zweiten Matchball. “Ich wollte nicht, dass meine letzten Australian Open hier enden“, sagte Clijsters nach der packenden Partie.

Dabei stand die Belgierin kurz vor der Aufgabe. Der Knöchel schmerzte, doch Clijsters biss bei ihrem Lieblingsturnier auf die Zähne. “Das war sicher das größte Comeback in meiner Karriere“, sagte Clijsters, für die es die letzte Teilnahme in Melbourne ist. Am Ende der Saison ist Schluss, dann will sie sich um ihre Tochter Jada Ellie kümmern.

Im besten Damen-Match der bisherigen Australian Open rang Clijsters Li mit 4:6, 7:6 (8:6), 6:4 nieder “Ich habe ein paar Mal daran gedacht, aufzugeben“, gestand Clijsters, die früher mit dem australischen Tennisprofi Lleyton Hewitt zusammen war und seitdem Down Under als Aussie Kim geliebt wird.

Wozniacki souverän

Bei ihrer zehnten Teilnahme will sie unbedingt noch einmal ins Finale. “Meine Familie und ich lieben Melbourne. Aber das ist noch nicht die Zeit, dass ich als Tourist hier bin“, sagte Clijsters. Im Viertelfinale trifft sie am Dienstag auf die Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki. Die Dänin setzte sich mit 6:0 und 7:5 gegen die Jelena Jankovic aus Serbien durch.

Nach einseitigem ersten Satz kämpfte sich Jankovic, die insgesamt 50 leichte Fehler machte, zurück ins Match und zeigte gutes Tennis. Zweimal konnte sie Wozniacki den Aufschlag abnehmen, aber dieser gelang jeweils prompt das Re-Break und verwandelte ihren zweiten Matchball nach 103 Minuten.

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